Top-Thema

Kinder wollen die Welt entdecken. Aber sicher!

Kinder sind neugierig, erfinderisch und voller Entdeckerlust und Bewegungsdrang. Sie sind aber auch unerfahren und "kennen" noch keine Gefahr. Hier sind sie zunächst ganz auf die vorausschauende Umsicht und Fürsorge ihrer Eltern angewiesen.

Unfälle sind die größte Gefahr für Leben und Gesundheit eines Kindes. Das höchste Unfallrisiko haben Säuglinge und Kleinkinder. Sie verunglücken vor allem zu Hause, in ihrer unmittelbaren Umgebung. Allerdings wäre es der falsche Weg, ein Kind deshalb "in Watte zu packen" und seine Spiel- und Bewegungsfreude einzuschränken. Im Gegenteil: Nur durch eigene Erfahrungen und Lernen sowie durch aufklärende Hinweise der Eltern ist ein Kind zunehmend in der Lage, selbst Gefahren zu erkennen, einzuschätzen und sich davor zu schützen.

Die Entwicklung des Gefahrenbewusstseins braucht Zeit

Gefahrenbewusstsein und sicherheitsorientiertes Verhalten sind von vielen Fähigkeiten abhängig, die ein Kind erst im Verlauf seiner Entwicklung erwirbt. Ein erstes Gefahrenbewusstsein setzt im Alter von etwa vier Jahren ein, wenn das Kind beginnt, akute Gefahrensituationen zu erkennen. Bis es allerdings vorausschauend Gefahren erkennen und sich durch bewusstes Handeln auch schützen kann, braucht es noch einige Jahre.

Fragen und Antworten zur Kindersicherheit

Das Portal der BZgA zur Kindergesundheit bietet Eltern wie auch Fachkräften in der Rubrik "Sicher aufwachsen: Unfallverhütung" umfassende Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Kindersicherheit: Welche Unfallrisiken bestehen grundsätzlich und bevorzugt in bestimmten Alterstufen? Wie erkennt man, was einem Kind gefährlich werden könnte und wie lassen sich die Gefahrenquellen beseitigen oder zumindest entschärfen? Welche Sicherheitsvorrichtungen sind grundsätzlich sinnvoll und nützlich, welche Vorkehrungen sind in einem bestimmten Alter zu empfehlen? Vor allem aber: Wie können Eltern und Fachkräfte zum Beispiel in Kindertagesstätten Kinder darin unterstützen, dass sie nach und nach ein eigenes Bewusstsein für Gefahren entwickeln und lernen, sich selbst zu schützen?

Sicher groß werden - die wichtigsten Tipps und Hinweise

Eckpfeiler für ein sicheres Aufwachsen sind:

  • Eine sichere Umgebung, in dem ein Kind möglichst gefahrlos seiner Neugier und seinem Entdeckungsdrang folgen kann;

  • die Nutzung gängiger Sicherheitsvorkehrungen und Schutzvorrichtungen, wie zum Beispiel Steckdosensicherung, Autokindersitze, Fahrradhelme, und deren konsequente Anwendung;

  • die vorausschauende Fürsorge von Eltern und anderen Erwachsenen.

Als vierter, ebenso wichtiger Eckpfeiler kommt hinzu, ein Kind in seiner Eigenständigkeit zu unterstützen. Erst durch Erfahrungen, die seinem Alter und Entwicklungsstand entsprechen, kann es nach und nach ein eigenes Bewusstsein für Gefahren entwickeln und lernen, sich selbst zu schützen.

Wie Kinder den Umgang mit Gefahren lernen und mehr finden Sie in den ausgewählten Artikeln, die wir unten unter "Weiterführende Informationen" zusammengestellt haben. Ein Merkblatt mit den wichtigsten Tipps und Hinweisen zur Sicherheitserziehung können Sie hier auch direkt als PDF herunterladen.

Weiterführende Informationen

Link-Tipps