Rinderbandwurm

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Unter den Bandwürmern des Menschen ist in Mitteleuropa vor allem der Rinderbandwurm von Bedeutung.

Mettbrötchen © racamani/fotolia
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Bandwürmer benötigen für die Entwicklung ihrer Larven einen sogenannten Zwischenwirt (zum Beispiel Rind, Schwein, Fisch). Endwirt ist der Mensch. Erst im menschlichen Verdauungstrakt entwickelt sich die Larve dann zum ausgewachsenen Bandwurm weiter. Rinderbandwürmer können eine Länge von bis zu 15 Metern erreichen.

Wie infiziert man sich?

Eine Ansteckung mit dem Rinderbandwurm erfolgt in erster Linie durch den Verzehr von rohem oder halbgarem Fleisch, das Bandwurmlarven enthält. Sachgerecht durchgefrorenes Rindfleisch (-18 Grad Celsius) ist nicht mehr infektiös.

Welche Symptome können auftreten?

Auch eine Infektion mit einem Rinderbandwurm kann völlig unbemerkt bleiben, da meist keine Symptome auftreten. Mögliche Symptome:

  • Verdauungsstörungen (Durchfälle oder Verstopfungen), Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Heißhunger können Anzeichen einer Infektion mit dem Rinderbandwurm sein.
  • Kinder nehmen bei einer Infektion mit einem Rinderbandwurm meist deutlich ab.
  • Außerdem kann es zu Juckreiz im Analbereich kommen.

Wie lässt sich ein Rinderbandwurm feststellen?

Bei einer Infektion mit Rinderbandwurm lassen sich meist im Stuhl etwa zwei Zentimeter lange weißliche, bewegliche Wurmabschnitte erkennen. Sie werden in der Regel erstmals zehn bis zwölf Wochen nach der Infektion ausgestoßen.

Die Eier von Rinderbandwürmern können außerdem mikroskopisch im Stuhl nachgewiesen werden.

Was ist zu tun?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind mit einem Bandwurm infiziert ist, sollten Sie die kinderärztliche Praxis aufsuchen.

Bei einer Infektion mit dem Rinderbandwurm wird man Ihnen ein geeignetes Mittel verschreiben, das in der Regel einmalig verabreicht wird. Nur selten können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel und Ähnliches auftreten.