Kinderkleidung - mehr als eine Frage der Mode

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Bequem soll sie sein und nicht einengen: Kinderkleidung. Und sie darf ein Kind natürlich nicht gefährden.

Kindern werden durch die Luft gewirbelt © Getty Images
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Kinder möchten sich ungehindert bewegen können. Was sie tragen, sollte deshalb in erster Linie bequem sein und darf nicht einengen. Doch auch auf die richtigen Materialien kommt es an - die Kleidung sollte der Witterung entsprechen und atmungsaktiv sein. Vor allem bei jüngeren Kindern (bis zum sechsten Lebensjahr) sollte der Körper zudem mit luftiger, möglichst sonnendichter Kleidung vor Sonne geschützt werden. In puncto Sicherheit gibt es bei Kinderkleidung insbesondere zwei Aspekte zu bedenken: mögliche Gefahrenquellen an der Kleidung selbst, wie beispielsweise Kordeln und Schnüren, und die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Die wichtigsten Aspekte sind hier zusammengefasst.

Gefahrlos und gut zu sehen - die Kleidung

Eine besondere Gefahr an Kleidung sind Kordeln und Schnüren. Sie können sich leicht an Türen oder Geräten verhaken und dazu führen, dass sich Kinder strangulieren. Gemäß der europäischen Norm DIN EN 14682, die seit September 2006 in Kraft ist, sollte an Bekleidung für Kinder bis zum Alter von 14 Jahren generell keine Kordeln und Schnüren im Halsbereich sein. Hierauf und noch auf weitere Aspekte sollten sie bei der Bekleidung Ihres Kindes achten:

  • Vergewissern Sie sich beim Kauf neuer Kleidungsstücke, dass sich tatsächlich keine Kordeln oder Schnüre im Halsbereich befinden. Eine sichere Alternative sind Klettverschlüsse oder Druckknöpfe.
  • Kontrollieren Sie gebrauchte Kleidungsstücke und entfernen Sie gegebenenfalls noch vorhandene Kordeln und Schnüre an Jacken, Pullovern, Kapuzen und Kragen.
  • Verzichten Sie am besten auch auf Schnüre am Saum oder in der Taille. Sie können zum Beispiel in Rolltreppen oder in Türen von Bussen oder Bahnen leicht eingeklemmt werden. Auf jeden Fall sollten Sie Kordelstopper, Feststeller oder Knoten am Ende vermeiden.
  • Die Stoffe für Kinderbekleidung sollten keine Schadstoffe enthalten und nicht oder nur schwer entflammbar sein.
  • Zum Schutz vor schädlichen UV-Strahlen sollten die Stoffe möglichst sonnendicht sein.
  • Bei schlechten Sichtverhältnissen (bei Regen, Nebel, Dunkelheit) sollte Ihr Kind draußen gut erkennbar sein: Ziehen Sie ihm Kleidung in leuchtenden Farben an. Reflektierende Streifen oder Anhänger wecken zusätzlich die Aufmerksamkeit der Autofahrer.

Sicher zu Fuß - die Schuhe

Ein besonderes Augenmerk verdienen auch die Schuhe: Kinderfüße wachsen schnell. Nicht richtig passendes Schuhwerk - zu klein, zu groß, zu eng, zu steif - schädigt die Füße unter Umständen für ein ganzes Leben und wirkt sich den gesamten Bewegungsablauf aus. So kann die Ursache für Stolpern, Ausrutschen oder Schlurfen allein in unpassendem Schuhwerk liegen. Hierauf sollten Sie bei Kinderschuhen achten:

  • Gut sitzende Kinderschuhe sollten im Zehenbereich genügend Spielraum haben (mindestens 12 mm)
  • Kinderfüße wachsen schnell. Kontrollieren Sie deshalb etwa alle drei bis vier Monate, ob die Schuhe drücken.
  • Beim Herumtoben im Freien geben feste Schuhe mit rutschfesten Sohlen den besten Halt.
  • Bevorzugen Sie Klettverschlüsse statt Schnürsenkel.

Die wichtigsten "Sicherheitsaspekte bei Kleidung und Schuhen" können Sie in Form einer übersichtlichen Tabelle direkt als PDF herunterladen.