Sicherheit beginnt in den eigenen vier Wänden

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Rutschende Teppiche und herunterhängende Stromkabel können zur gefährlichen Stolperfalle werden. Ein prüfender Blick durch die Wohnung nutzt der ganzen Familie.

Mutter mit Baby und Wäschekorb im Arm auf Treppe © Corbis Images
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Beleuchtung, Boden, Glas und Strom sind häufige Gefahrenquellen in Haushalt und Wohnung. Mit Achtsamkeit und oft nur wenigen Sicherheitsvorkehrungen lassen sich bereits viele Gefahrenpunkte wirkungsvoll entschärfen. Hier finden Sie einige grundsätzliche Aspekte.

Beleuchtung

In hellen, gut ausgeleuchteten Räumen sieht man Stolperfallen, aber auch Ecken und Kanten, an denen man sich stoßen könnte, leichter.

  • Sorgen Sie in allen Räumen, vor allem auch im Flur und im Treppenhaus für eine gute Beleuchtung.
  • Lichtschalter sollten auch für Kinder leicht zu erreichen sein.

Boden

Ein glatter Boden kann sehr schnell zur Rutschbahn werden, besonders wenn er frisch gebohnert ist, und ein Sturz auf einen Steinfußboden oder auf Fliesen kann schwere Verletzungen verursachen. Aber auch Teppiche können zur gefährlichen Stolperfalle werden.

  • Zumindest im Kinderzimmer sollten harte Bodenmaterialien abgedämpft werden.
  • Freiliegende Teppiche sollten auf einer rutschfesten Unterlage liegen und keine Stolpergefahr bilden.
  • Wischen Sie Verschüttetes immer gleich auf, damit keiner darauf ausrutscht.
  • Vor allem in den Räumen, in denen sich die Familie regelmäßig aufhält, sollte möglichst nichts auf dem Boden herumliegen (zum Beispiel Spielzeug oder Schuhe). Abgesehen von der Stolpergefahr, können kleine Teile leicht von Kindern in den Mund genommen werden und in die Luftröhre geraten.

Elektrogeräte und Strom

Minderwertige oder defekte Elektrogeräte sind ebenso wie unsachgemäß ausgeführte Installationen oder Reparaturen eine besondere Gefahrenquelle. Doch auch Verlängerungskabel und herunterhängende Stromkabel sind mit Unfallrisiken verbunden: Man kann daran hängen bleiben oder darüber stolpern. Und für Kinder bieten sie zusätzliche Gefahren, wenn sie sich zum Beispiel daran festhalten wollen. Auch Steckdosen wecken die kindliche Neugier und sollten deshalb mit geeigneten Steckdosensicherungen versehen werden. Im Handel gibt es "kindersichere" Steckdosen, die sich nur beim Einstecken des Steckers öffnen.

  • Verwenden Sie nur technisch einwandfreie Elektrogeräte und Stromkabel.
  • Defekte Geräte, Stecker und Kabel sollten sofort fachgerecht repariert oder ausgetauscht werden.
  • Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten auf Qualitätssiegel wie das Prüfzeichen "Geprüfte Sicherheit" (GS).
  • Elektrokabel sollten möglichst immer fest verlegt sein.
  • Wo Leitungen nicht unter Putz verlegt oder durch Möbel verdeckt sind, sollten sie mit Kabelkanälen oder Kabelschellen befestigt oder hinter spezielle Fußleisten verlegt werden.
  • Lassen Sie Kinderschutzsteckdosen installieren oder versehen Sie vorhandene Steckdosen, auch Mehrfachsteckdosen, mit Kindersicherungen.
  • Halten Sie Elektrogeräte immer außerhalb der Reichweite von Kindern, besonders im Bad.
  • Ziehen Sie nach Gebrauch eines Elektrogeräts immer sofort den Netzstecker und räumen Sie das Gerät weg.
  • Bewahren Sie Elektrogeräte im Bad oder in der Küche nicht in der Nähe von Wasser auf.
  • Verwenden Sie im Kinderzimmer nur Geräte mit einer Netzspannung von maximal 24 Volt. Bei Geräten, die überwiegend von Kindern benutzt werden, ist dies sogar Vorschrift.
  • Installieren Sie gegebenenfalls nachträglich Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schutzschalter), die sehr schnell und bereits bei kleinsten Fehlerströmen den überwachten Stromkreis ausschalten.

Die wichtigsten Sicherheitshinweise zum Thema Strom haben wir für Sie in Form einer praktischen "Checkliste Strom" (PDF) zum direkten Herunterladen zusammengefasst.

Stichwort Glas

Glasscheiben und Glastüren werden beim Spielen und Toben leicht übersehen. Bestenfalls kommt es beim Zusammenstoß nur zu einem blauen Fleck. Schlimmer ist es, wenn das Glas kein Sicherheitsglas ist. Dann kann eine Scheibe unversehens zu Bruch gehen und in unzählige messerscharfe Stücke zerfallen, die tiefe Schnittverletzungen mit oft lebenslangen Narben zur Folge haben können. Auch an Trinkgläsern können sich Kinder ernsthaft verletzen.

  • Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie im Haushalt mit Kindern am besten zunächst auf Glastüren verzichten.
  • Bei bereits fest eingebauten Glastüren helfen deutliche Klebesymbole in Augenhöhe der Kinder, auf das unsichtbare Hindernis aufmerksam zu machen.
  • Normalglas sollte gegebenenfalls mit einer nachträglich anzubringenden Splitterschutzfolie versehen werden.
  • Wenn Glas oder Geschirr zu Bruch gegangen ist, den Boden sorgfältig fegen und anschließend prüfen, ob nicht noch ein Splitter herumliegt.
  • Lassen Sie Ihr Kind aus Plastikbechern trinken. Keinesfalls sollte mit einem Glas in der Hand herumgelaufen werden.