Kopfläuse - was tun?

Auf einen Blick

Was tun bei Kopflausbefall?

Wenn im näheren Umfeld eines Kindes Kopfläuse entdeckt werden, ist die Aufregung bei den Eltern oft groß. Ist unser Kind auch betroffen? Und wenn ja, was ist dann zu tun? Hier finden Sie alles Wichtige auf einen Blick.

Kopfläuse sind keine Sache der persönlichen Sauberkeit, aber sie übertragen sich leicht von Kopf zu Kopf - vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen. Deshalb ist rasches und umsichtiges Handeln nötig, um die weitere Verbreitung zu verhindern.

Wenn sich Ihr Kind ständig den Kopf kratzt oder wenn im näheren Umfeld Ihres Kindes, zum Beispiel in der besuchten Kindertagesstätte oder Schule, Kopfläuse festgestellt wurden, sollten Sie deshalb den Kopf Ihres Kindes gründlich untersuchen.

Kontrolle auf Kopflausbefall und Diagnose

Benötigte Utensilien:

  • Handelsübliche Haarpflegespülung,
  • Nissen- oder Läusekamm (Apotheke),
  • ein helles Tuch oder Küchenpapier.

Vorgehensweise:

  • Haarpflegespülung auftragen und das Haar mit einem Nissen- oder Läusekamm sorgfältig Strähne für Strähne durchkämmen. Immer vom Haaransatz bis in die Spitzen kämmen.
  • Den Kamm nach jedem Durchkämmen auf einem hellen Tuch oder Küchenpapier abwischen.
  • Werden Läuse, Larven und / oder entwicklungsfähige Eier gefunden, auch die übrigen Familienmitglieder kontrollieren.

Bei allen Betroffenen sollte sofort mit der Behandlung begonnen werden. Versuchen Sie jedoch ruhig zu bleiben und Ihr Kind nicht unnötig zu ängstigen. Kopfläuse sind kein Beinbruch!

Empfohlene Behandlung bei Kopflausbefall

Als wirkungsvollste Behandlung wird heute eine kombinierte Behandlung aus zugelassenem Läusemittel und nassem Auskämmen mit Haarpflegespülung und einem Läuse- oder Nissenkamm empfohlen. Diese Behandlung erstreckt sich über etwa zwei Wochen; eventuell sollte in der dritten Woche abschließend nochmals kontrolliert werden.

Wichtige Hinweise:

  • Kinder im Säuglings- und Kleinkindalter nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin behandeln.
  • Vorsicht bei der Anwendung von chemischen Läusemitteln während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Chrysanthemenallergie, dem MCS-Syndrom (mehrfache Überempfindlichkeit gegen chemische Substanzen) oder bei Erkrankungen der Kopfhaut. Hier ausschließlich die Methode des nassen Auskämmens anwenden oder sich ärztlich oder in der Apotheke ein Mittel empfehlen lassen, das Sie bedenkenlos anwenden können.

1. Erstbehandlung mit Läusemittel und anschließendes nasses Auskämmen

Benötigte Utensilien:

  • Gegen Kopfläuse zugelassenes Läusemittel (Apotheke),
  • Nissen- oder Läusekamm,
  • handelsübliche Haarpflegespülung,
  • ein helles Tuch.

Vorgehensweise:

  • Lesen Sie die Packungsbeilage des Läusemittels sorgfältig durch und verfahren Sie genau, wie dort angegeben. Insbesondere auf die erforderliche Menge, Verteilung und Einwirkzeit des Mittels achten.
  • Direkt im Anschluss an diese erste Behandlung mit Läusemittel eine Haarpflegespülung ins ausgewaschene Haar auftragen. Das Haar nun sorgfältig Strähne für Strähne vom Ansatz bis in die Spitzen mit einem Läuse- oder Nissenkamm durchkämmen. Den Kamm nach jedem Durchkämmen auf einem Tuch oder Küchenpapier ausstreifen.

Führen Sie diese Erstbehandlung noch am selben Tag durch, an dem Sie die Kopfläuse festgestellt haben (= Tag 1).

2. Wiederholtes nasses Auskämmen und nochmalige Anwendung des Läusemittels

Bei der ersten Behandlung werden nur die "erwachsenen" Kopfläuse abgetötet. Damit auch die nachgeschlüpften Larven entfernt werden, bevor sie zu mobilen Kopfläusen werden, sind in einem festen Zeitschema über zwei Wochen weitere Behandlungsschritte erforderlich:

  • Kämmen Sie das Haar zwei Wochen lang alle vier Tage mithilfe einer Haarpflegespülung und einem Nissen- oder Läusekamm wie beschrieben erneut sorgfältig durch (Tag 5, Tag 9, Tag 13 nach der Erstbehandlung; an Tag 17 eventuell zur letzten Kontrolle).
  • Behandeln Sie an Tag 8, 9 oder 10 nach der Erstbehandlung (= Tag 1) den Kopf unbedingt nochmals mit dem Läusemittel. Packungsbeilage beachten!

Das Umfeld des Kindes unverzüglich informieren und kontrollieren

  • Bei Kopflausbefall sofort die Schule oder Kindertagesstätte, die Ihr Kind besucht, sowie Ihr sonstiges näheres Umfeld benachrichtigen.
  • Alle Personen, zu denen näherer Kontakt bestand (Familie, Kindergartengruppen, Schulklasse), sollten genau kontrolliert und bei Befall behandelt werden.

Begleitende Maßnahmen

  • Textilien, Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände, die mit Haupthaar in Berührung kommen, sorgfältig reinigen (Wäsche bei 60 °C waschen, sonstige Gegenstände für drei Tage in gut verschlossenem Plastikbeutel aufbewahren).
  • Auf Desinfektionsmittel oder Insektizide verzichten; sie sind eher schädlich, als dass sie nützen!
 
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