Bereit für den ersten Brei

Wenn das Baby so weit entwickelt ist, dass es lernen kann, Brei vom Löffel zu essen, sind hierbei vor allem Gelassenheit, Ruhe und Zeit gefragt.

Baby wird mit Brei gefüttert © A.B./Ruediger/A.B./Corbis
© A.B./Ruediger/A.B./Corbis

Mit Beginn des fünften Monats, spätestens mit Ende des sechsten Monats sind viele Babys so weit entwickelt, dass sie lernen können, vom Löffel zu essen. Spätestens mit Beginn des siebten Monats reicht die Muttermilch allein meist auch nicht mehr aus, um das Kind genügend mit Energie und Nährstoffen zu versorgen, vor allem mit Eisen. Nach und nach werden die Milchmahlzeiten nun durch Breinahrung ersetzt. Natürlich können Sie auch nach Einführung der Beikost Ihr Kind weiterhin stillen, solange Sie und Ihr Kind dies möchten. Gegen Ende des ersten Lebensjahres ist das Kind so weit, dass es am Familientisch statt der Breimahlzeiten allmählich von der Familienkost mitessen kann.

Der richtige Zeitpunkt

Die Umstellung von der ausschließlichen Milchernährung – durch Stillen oder Flaschennahrung – auf Breinahrung ist ein großer und wichtiger (Entwicklungs)-Schritt. Beginnen Sie deshalb mit dem ersten Brei erst dann, wenn Ihr Kind Ihnen zeigt, dass es hierzu bereit ist:

  • Es beginnt, sich zum Beispiel offensichtlich dafür zu interessieren, was andere essen,
  • es bewegt seinen Mund beim Zuschauen, oder
  • es nimmt selbstständig Lebensmittel auf und steckt sie in den Mund.

Wichtig ist, dass Ihr Kind mit Ihrer Hilfe aufrecht sitzen und den Kopf stabil halten kann.

Geduld und Gelassenheit sind gefragt

Das Breiessen klappt meist nicht auf Anhieb: Anfangs spucken viele Babys den Brei wieder aus – nicht, weil sie ihn nicht mögen, sondern weil das Füttern mit dem Löffel ungewohnt ist. Denn das Essen vom Löffel will gelernt sein. Auch an die neue Nahrung muss sich das Kind erst langsam gewöhnen. Es braucht Zeit, um sie ausgiebig mit Lippen, Zunge, Gaumen und vielleicht auch mit den Fingern zu erkunden. Beginnen Sie zunächst mit 1 bis 2 Löffel Gemüsebrei, und geben Sie Ihrem Kind anschließend wie gewohnt seine Milchmahlzeit. Steigern Sie langsam die Breimenge. Achten Sie besonders am Anfang darauf, dass Ihr Kind nicht müde und noch nicht zu hungrig ist.

Sich nicht verunsichern lassen

Wenn es nicht gleich klappt oder das Kind den neuen Geschmack ablehnt: Lassen Sie sich nicht verunsichern, und erzwingen Sie nichts. Versuchen Sie es am nächsten und übernächsten Tag erneut. Nehmen Sie anfangs einfach zwei Löffel – einen für Ihr Kind, mit dem es seine eigenen Essversuche starten kann, und einen zweiten zum Füttern. Und: Kleckern gehört dazu. Ziehen Sie Ihrem Kind ein großes Lätzchen an, und machen Sie erst hinterher sauber. Das verhindert manchen Stress. (Stand: 03.01.2014)

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