Empfehlungen zur Säuglingsernährung
Auch in der Ernährung macht ein Baby gewaltige Entwicklungsschritte: Von der ausschließlichen Milchernährung über die Beikost allmählich zur Familienkost.
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Im ersten Lebensjahr benötigen Säuglinge eine spezielle Ernährung, denn sie brauchen besonders viel Energie und Nährstoffe. Hinzukommt, dass das Verdauungssystem noch nicht voll ausgereift ist. Auch die Fähigkeit, feste Nahrung zu essen, muss sich noch entwickeln.
Wenn möglich, sollten Sie Ihr Kind vier bis sechs Monate ausschließlich stillen:
Ob ein Säugling gestillt wird oder die Flasche erhält, bereits Brei isst oder schon an der Familienkost teilnimmt - die Mahlzeiten sind immer auch wichtige Momente des Miteinanders und des intensiven Austauschs. Das Kind spürt die Zuwendung und Aufmerksamkeit der Eltern, erfährt ihre Fürsorge und fühlt sich angenommen.
Wenn ein Kind Beikost und schließlich Familienkost bekommt, muss es die neuen Lebensmittel auf seinem Speiseplan erst noch kennen lernen. Es muss sich an den Geschmack ebenso wie an die unterschiedliche Beschaffenheit der Lebensmittel gewöhnen. Auch hierbei haben oder entwickeln Kinder Vorlieben und Abneigungen. Auch wie viel gegessen wird, kann von Kind zu Kind, aber auch je nach Situation ganz verschieden sein.
Essen sollte allen Spaß und Genuss bringen.
Das sollte im ersten Lebensjahr noch nicht auf dem Speiseplan stehen:
Vitamin K: Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung. Zu wenig Vitamin K kann deshalb zu einer erhöhten Blutungsneigung und zu gefährlichen Hirnblutungen führen. Da Säuglinge häufig einen Vitamin-K-Mangel haben, derhält Ihr Kind zur Vorbeugung solcher gefährlicher Blutungen in der Regel bei den ersten drei Früherkennungsuntersuchungen jeweils 2 mg Vitamin K als Tropfen. Dabei ist es wichtig, dass es alle drei Gaben erhält. Vitamin D: Das Vitamin ist für die Knochenbildung wichtig und den überwiegenden Teil davon bildet der Körper unter Einfluss des Sonnenlichtes selbst. Säuglinge sind hierzu jedoch noch nicht in ausreichendem Maße in der Lage und auch die Muttermilch enthält nicht genügend
Vitamin D: Deshalb erhält Ihr Kind bis zum zweiten erlebten Frühsommer - das heißt je nach Geburtszeitpunkt über einen Zeitraum von ein bis eineinhalb Jahren - zusätzlich täglich 400-500 Einheiten (IE) Vitamin D. Bei nur unzureichender Sonnenlichteinstrahlung wird empfohlen, ab dem zweiten Lebensjahr und über das gesamte Kindes- und Jugendalter hinweg die Ernährung mit täglich 400 IE Vitamin D zu ergänzen.
Dies ist wichtig zur Vorbeugung von Rachitis, einer Erkrankung, bei der die Knochensubstanz erweicht und sich in der Folge das Skelett verformt.
Für Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm wird in den ersten Lebensmonaten eine tägliche Zufuhr von 800-1000 IE Vitamin D empfohlen.
Fluorid: Fluorid ist ein natürlich vorkommendes Spurenemlement. Fluoride machen den Zahnschmelz - die äußere Schicht des Zahnes - widerstandsfähiger gegen die Säuren der Kariesbakterien.
Kinderärzte und Kinderärztinnen empfehlen deshalb, Babys zur Vorbeugung von Karies bereits vor Durchbruch der ersten Zähne Fluorid zu geben - anfangs zusammen mit Vitamin D.
Zahnärzte raten dagegen, auf Fluorid in Tablettenform zu verzichten und stattdessen ab den ersten Milchzähnchen eine fluoridierte Kinderzahnpasta zu verwenden.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten, wie Sie am besten sicherstellen, dass Ihr Kind Fluorid in genügendem Maße erhält.
Verständliche Empfehlungen und leicht umsetzbare Tipps für Familien und Fachleute zur Ernährung von Säuglingen und zur Vorbeugung von Allergien.
gesundinsleben.de BMELV / aid infodienst | 16.03.2012Kontaktdaten und Internetadressen zur Stillberatung sowie einer Übersicht über die verschiedenen Einrichtungen und deren praktische Angebote.
stillen-info.de Deutsche Liga / NSK| 16.03.2012Ernährungsplan für das erste Lebensjahr, verschiedene Formen der Milchernährung, Einführung und Zubereitung der Beikost sowie Produktsuche von Fertigprodukten.
fke-do.de FKE| 16.03.2012Informationen u.a. über spezielle Nahrungsaufnahme bei Frühgeborenen, Muttermilch, künstliche Frühgeborenenmilchen und Stillen. 44 Seiten.
fruehgeborene.de Bundesverband | PDF 16.03.2012Übersichtliche und leicht verständliche Infos über die Ernährung im ersten Lebensjahr mit vielen praktischen Tipps. 6 Seiten.
dgkj.de DGKJ| 16.03.2012Die wichtigsten Informationen über die Milchernährung von Säuglingen durch Stillen oder Säuglingsmilch.
fke-do.de FKE| 16.03.2012Die vereinheitlichten Empfehlungen der verschiedenen Fachgesellschaften und Institutionen zur Ernährung des Babys und der stillenden Mutter im Detail.
gesundinsleben.de BMELV / aid infodienst| 07.11.2012Experten und Expertinnen des aid beantworten eingehende Fragen zur Kinderernährung und veröffentlichen die Antworten in dem Forum.
was-wir-essen.de aid infodienst| 16.03.2012Tabellarische Übersicht über die empfohlene Tageszufuhr an Eisen nach Alter und Geschlecht entsprechend den D-A-CH-Referenzwerten.
dge.de DGE| 23.04.2012Aufgaben und Ziele der Nationalen Stillkommission und Übersicht über ihre bisher veröffentlichen Dokumente, Empfehlungen, Stellungnahmen und Ratgeber.
bfr.bund.de NSK / BfR| 16.03.2012Die Aktionsgruppe setzt sich u.a. für die Förderung und den Schutz des Stillens und gegen die Werbepraktiken der Babynahrungsindustrie ein.
babynahrung.org AGB| 27.03.2012Infos über Hintergründe und Aktionen der Initiative. Elternportal mit Themen rund um Geburt und Stillen, Klinikverzeichnis und Veranstaltungskalender.
babyfreundlich.org BFHI| 15.05.2012Stellungnahme der Ernährungskommission und weiterer Fachgesellschaften und der Nationalen Stillkommission gegen Vermarktungsstrategien für Säuglingsnahrungen.
dgkj.de DGKJ| 03.04.2012
Die meisten Babys können von Anfang an bereits deutlich signalisieren, wann sie hungrig sind. Wenn Ihr Baby wirklich Hunger hat, erkennen Sie dies an folgenden Zeichen:
Je früher Sie auf Hungerzeichen reagieren, umso einfacher wird das Anlegen an die Brust gelingen. Aber denken Sie daran: nicht jedes Schreien signalisiert Hunger. Ihr Baby kann Ihnen mit seinem Schreien auch mitteilen, dass zum Beispiel seine Windel nass ist, dass es Ihre Nähe und Zuwendung braucht oder dass es übermüdet ist. Nach dem gegenseitigen Kennen- und Vertrautwerden können Mütter das Schreien ihres Babys jedoch meist gut unterscheiden.
Das beste Essen für Babys
Cremer, Monika
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Kersting, Mathilde / Alexy, Ute
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Rösch, Ruth
Von Anfang an mit Spaß dabei - Essen und Trinken für kleine Kinder
Fellmeth, Sigrid
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Floto-Stammen, Sonja
Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter - Handlungsempfehlungen
Koletzko, B. / Brönstrup, A. / Cremer, M. u.a.