Daten und Fakten: Freizeit und Medien

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Die Entwicklung der Medien und ihrer Angebote verändert auch den Alltag von Kindern und Familien. Inzwischen gibt es viele interessante Studien und Untersuchungen.

Vater mit Kleinkind am Laptop © Corbis Images
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Die rasanten Entwicklungen in der Medienwelt beeinflussen den Alltag von Kindern und Familien in vielen Bereichen. Neben den Bildschirmmedien wie Fernseher, Computer und Spielekonsole verändern vor allem mobile Medien wie Smartphone und Tablet sowie insgesamt die Nutzung des Internets  die Gewohnheiten von Kindern und Familien – wie sie ihre Freizeit gestalten, spielen, kommunizieren und sich informieren.

Verschiedene Studien untersuchen seit mehreren Jahren sehr differenziert, wie Kinder und Jugendliche Medien tatsächlich nutzen und welche Bedeutung diese für sie haben.

Die zusammengestellten Befragungen, Untersuchungen und Studien liefern Ergebnisse und Erkenntnisse zu verschiedenen Aspekten, wie Kinder und Familien Medien nutzen und welchen Einfluss diese auf das Freizeitverhalten und die Entwicklung von Kindern haben. Auch die Konsequenzen für die Entwicklung der Kinder, für den Familienalltag und für den Umgang von Fachkräften in der Kinderbetreuung rücken dabei zunehmend in den Blickpunkt.

KIM-Studie - Kinder + Medien, Computer + Internet

Seit 1999 führt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) – eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) – in Kooperation mit dem Südwestrundfunk (SWR) regelmäßig eine Basisstudie zum Stellenwert der Medien im Alltag von Kindern (6 bis 13 Jahre) durch. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Themenfelder: Freizeitaktivitäten, Themeninteressen, Medienausstattung, Medienbindung, Medienfunktion, Computer- und Internetnutzung, Einstellungen zu Computer und Internet, Computerspiele, Lernprogramme, Computer und Schule, Mediennutzung im familiären Kontext.

Info

Die KIM-Studie ist als Langzeitprojekt angelegt, um die sich im ständigen Wandel befindlichen Rahmenbedingungen des Medienangebots und die damit verbundenen Veränderungen adäquat abbilden zu können. Bisher wurde die KIM-Studie in den Jahren 1999, 2000, 2002, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2012, 2014 und 2016 durchgeführt. Im Rahmen der KIM-Studie werden jeweils rund 1.200 Kinder mündlich persönlich sowie deren Haupterzieher schriftlich befragt. 

Die jeweiligen Studien stehen alle im PDF-Format zum Download zur Verfügung.

Materialien und weiterführende Informationen

Linktipps: KIM-Studie - Kinder + Medien, Computer + Internet

miniKIM-Studie – Kleinkinder und Medien

Seite 2012 erhebt und veröffentlicht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) in der miniKIM-Studie auch Basisdaten zur Mediennutzung von Kindern im Alter zwischen zwei und fünf Jahren. Als Ergänzung zur KIM-Studie zeigt die miniKIM-Studie, welche Bedeutung verschiedene Medien bereits im Kleinkind- und Vorschulalter haben, und zeichnet die ersten Schritte der jüngsten Mediennutzer nach.

Info

Für die repräsentative Studie werden jeweils rund 600 Haupterzieher von 2- bis 5-jährigen Kindern zum Medienbesitz, zu Freizeitaktivitäten und zur Mediennutzung ihrer Kinder und dem eigenen Medienkonsum befragt.

Die Studien stehen im PDF-Format zum Download zur Verfügung.

Materialien und weiterführende Informationen

Linktipps: miniKIM-Studie - Kleinkinder und Medien

FIM-Studie 2011 – Familien, Interaktion & Medien

Die FIM-Studie (Familie, Interaktion & Medien) wurde vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR) durchgeführt. Die Studie bietet aktuelle Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse zur Mediennutzung im Familienkontext.

Info

Für die Untersuchung wurden alle Mitglieder von 260 Familien mit Kindern zwischen 3 und 19 Jahren persönlich befragt. Veröffentlichung: 2012.

Materialien und weiterführende Informationen

Linktipps: FIM-Studie 2011

Zwischen Anspruch und Alltagsbewältigung: Medienerziehung in der Familie

Die Studie wurde von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) durchgeführt und befasst sich mit der Praxis der Medienerziehung in Familien mit Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren. Im Zentrum stehen medienerzieherische Vorstellungen der Eltern und ihre Erziehungspraxis in Bezug auf Fernsehen, Computer, Internet und Computerspiele und die Frage, an welchen Stellen die Vorstellungen der Eltern mit den Bedürfnissen der Kinder kollidieren. Die Studie zeigt zudem auf, welchen medienerzieherischen Informations- und Unterstützungsbedarf die Familien haben.

Info

Durchgeführt wurden unter anderem eine Repräsentativbefragung von 453 Eltern mit Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren sowie 48 qualitative Familienstudien. Laufzeit des Projekts 2011–2012. Veröffentlichung der Ergebnisse 2013 als Kurzfassung und ausführlicher Bericht.

Materialien und weiterführende Informationen

Link- und Lesetipps: Medienerziehung in der Familie

Digitale Medien: Elternperspektive (DJI)

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) baut in seinem Forschungsprojekt „Digitale Medien: Beratungs, Handlungs- und Regulierungsbedarf aus Elternperspektive“ auf vorhandenen empirischen Erkenntnissen auf. Aufgegriffen wurden aus der ZDF-Studie „Jugendmedienschutz aus Sicht der Eltern“ ausgewählte Fragestellungen zur Verantwortlichkeit für den Jugendmedienschutz sowie aus der LfM-Studie „Zwischen Anspruch und Alltagsbewältigung“ (s. o.) Fragen zum Informationsbedürfnis der Eltern zur Medien- bzw. Interneterziehung und den Informationsquellen.

Info

Das DJI bezieht in seinem Forschungsprojekt Eltern von 1- bis 15-jährigen Kindern ein und weitet damit das Alter auf Kleinstkinder aus. Außerdem werden zur Interneterziehung nicht nur Mütter, sondern auch Väter befragt. 

Ergebnisse einer ersten Teilstudie, in der 2.810 Mütter und 1.940 Väter von Kindern zwischen eins und acht Jahren interviewt wurden, liegen in Form eines Kurzberichts vor. 

Das gesamte Forschungsprojekt läuft von 2013 bis 2015.

Materialien und weiterführende Informationen

Linktipps: Digitale Medien: Elternperspektive (DJI)

Aktive Kinder – Der Alltag von Kindern unter 6 Jahren

In dem Projekt des Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) und der Baden-Württemberg Stiftung gehen Forscher den Fragen nach, womit Kinder unter 6 Jahren ihren Tag verbringen. Wie viel Zeit verbringen sie mit Bildschirmmedien wie z. B. Fernsehen, Computer und Smartphone und wozu nutzen sie diese?
Das Projekt umfasst zwei Phasen. In der ersten Phase (2013–2014) wurde eine Elternbefragung zur Alltagsgestaltung von Kindern unter sechs Jahren durchgeführt. In der zweiten Phase (2015–2017) wird zusammen mit Familien eine aktive Alltagsgestaltung erarbeitet und erprobt.

Info

An der Befragung der ersten Phase haben 1.086 Eltern und Erziehungsberechtigte von 0- bis 6-jährigen Kindern teilgenommen. Der Fragebogen beinhaltete unter anderem Fragen zu Aktivitäten des Kindes, seiner Bildschirmmediennutzung und Nutzungsmotiven.
Erste Ergebnisse liegen vor.

Materialien und weiterführende Informationen

Linktipps: Aktive Kinder - Der Alltag von Kindern unter 6 Jahren

Weitere Daten und Fakten zu Freizeit und Medien

Weitere Studien, Erhebungen und Berichte sowie interessante Fachtexte zu verschiedenen Aspekten der Freizeitgestaltung und Nutzung von Medien.

Materialien und weiterführende Informationen

Studien und Forschungsprojekte

Fachtexte, Expertisen, Informationen zum Hintergrund

Gesetzliche Grundlagen, Rahmenbedingungen