Frühlingssonne gut geschützt genießen
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt Tipps zum Hautschutz und wirbt für den UV-Index
Mit dem Frühlingsstart und der Freude an sonnigen Tagen zieht es viele Menschen nach draußen. Dabei kann Sonnenschutz bereits jetzt wichtig sein – auch wenn es sich noch nicht sommerlich anfühlt. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät daher, die Stärke der UV-Strahlung im Blick zu behalten. Das geht ganz einfach mit dem UV-Index – etwa in vielen Wetter-Apps oder auf der Internetseite des BfS.
Warum UV-Strahlung im Frühling oft unterschätzt wird
„Für den Sonnenschutz zählt nicht, wie warm oder kalt es ist – entscheidend ist die Höhe des UV-Indexes“, sagt BfS-Präsidentin Inge Paulini. „Die Strahlen der Frühlingssonne fühlen sich gut an und die Temperaturen sind moderat, sodass viele Menschen die UV-Belastung weniger im Blick haben. Doch auch an eher kühlen, aber sonnigen Tagen können UV-Werte erreicht werden, bei denen Schutzmaßnahmen wichtig sind“, erläutert Paulini. Hier biete der UV-Index, der die Stärke der sonnenbrandwirksamen ultravioletten (UV)-Strahlung angibt, eine gute Orientierung. Er zeigt auch an, wann Schutz empfohlen wird.
UV-Strahlung kann Haut und Augen schädigen, sie ist die Hauptursache für Hautkrebs. Für die Meteorologie beginnt der Frühling am 1. März, kalendarisch startet er am 20. März.
UV-Index als einfache Entscheidungshilfe
Der UV-Index ist ein international einheitliches Maß für die Stärke der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung der Sonne. Es gilt: Ab einem Wert von 3 wird Schutz für Augen und Haut empfohlen. Mit seiner Zahlenskala von 1 bis 11+ ist er eine einfache Entscheidungshilfe, welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden sollten. Die Hinweise – etwa Schatten aufzusuchen oder lange Kleidung zu tragen – lassen sich im Alltag gut anwenden.
Auf der Internetseite des BfS lassen sich sowohl der erwartete Tagesspitzenwert des UV-Indexes als auch der aktuelle Tagesverlauf abrufen. Während der prognostizierte Höchstwert eine Orientierung für die Planung des Tages bietet, zeigt der Tagesverlauf anhand von Messdaten, wie hoch der UV-Index an der nächstgelegenen Messstation aktuell ist. Die Angaben basieren auf Daten des solaren UV-Messnetzes mit über 40 Stationen in ganz Deutschland, die eine regionale Einschätzung ermöglichen.
Der Dreiklang für guten Sonnenschutz: Vermeiden, Bekleiden, Eincremen
Für einen wirksamen Schutz empfiehlt das BfS:
- Vermeiden: Intensive Sonnenstrahlung möglichst vermeiden und Schatten aufsuchen.
- Bekleiden: Haut und Augen durch Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille mit UV400-Kennzeichnung schützen.
- Eincremen: Unbedeckte Hautstellen mit Sonnenschutzmitteln mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor eincremen.
Wer die empfohlenen Schutzmaßnahmen beachtet, kann seine persönliche UV-Belastung deutlich reduzieren. UV-Prognosen zu den erwarteten Höchstwerten verschickt das BfS von April bis September immer montags, mittwochs und freitags mit einem UV-Newsletter an Interessierte.
Quelle
BfS-Newsletter, 5.3.2026
Weitere Informationen zum Thema „UV-Schutz“ auf kindergesundheit-info.de:
Zu viel Sonne – Hautkrebsgefahr
Zu viel Sonnenbestrahlung im Kindesalter kann langfristig zu folgenschweren Hautschäden führen.