Senkt ein Schnuller beim Schlafen das Risiko des Plötzlichen Kindstodes?

Häufige Fragen

Neueste Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass es die Gefahr des Plötzlichen Kinds- oder Säuglingstodes verringern kann, wenn speziell zum Einschlafen ein Schnuller verwendet wird. Allerdings sollte er dann auch bei jedem Einschlafen gegeben werden, zum Beispiel auch beim Mittagsschlaf, da ein gelegentlicher Gebrauch offenbar keinen schützenden Effekt hat. Auch sollte der Schnuller nicht zurückgeschoben werden, wenn er während des Schlafens herausgefallen ist.

Die bisherige Studienlage lässt jedoch nicht den Rückschluss zu, dass umgekehrt das Risiko des Plötzlichen Kindstodes erhöht ist, wenn ein Kind keinen Schnuller gebraucht. Experten weisen darauf hin, dass ein Kind nicht gezwungen werden sollte, wenn es den Schnuller verweigert.

Da das Stillen für die kindliche Entwicklung bedeutsam ist und ebenfalls einen schützenden Effekt hat, darf der Schnullergebrauch das Stillen nicht beeinträchtigen. Um möglichen Stillproblemen vorzubeugen, sollte ein Schnuller deshalb erst angeboten werden, nachdem sich das Stillen eingespielt hat, das heißt frühestens nach der vierten Lebenswoche. Auch sollte der Schnuller nicht als Ersatz gegeben werden, um zum Beispiel die Zeit für das Stillen oder Fläschchen hinauszuzögern, und er sollte keinesfalls mit Zucker oder Honig versüßt werden.

Nach dem ersten Lebensjahr sollte der Schnuller möglichst nicht weiter verwendet werden, da ein zu langer Schnullergebrauch zum Beispiel Fehlstellungen des Gebisses zur Folge haben kann. Auch das Risiko für Mittelohrentzündungen wird durch Schnullern erhöht.

Worauf der mögliche Schutzeffekt eines Schnullergebrauchs beruht, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Da als eine mögliche Ursache für den Plötzlichen Kindstod eine Unreife des Atemantriebs kombiniert mit einer schwereren Erweckbarkeit vermutet wird, könnte der schützende Effekt darauf zurückzuführen sein, dass sowohl gestillte Kinder als auch Kinder, die mit Schnuller einschlafen, in der Regel weniger tief schlafen. Eventuelle Unregelmäßigkeiten der Atmung normalisieren sich, weil sie hierdurch kurz aufwachen. Untersuchungen haben gezeigt, dass schnullernde Kinder zusätzlich einen höheren Atemantrieb haben

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