Genussvoll essen trotz Lebensmittelallergie

Auch wenn bestimmte – allergene – Lebensmittel zu meiden sind, lässt sich für die gesamte Familie ein abwechslungsreicher und gesunder Speiseplan zusammenstellen.

Ein abwechslungsreicher und schmackhafter Speiseplan ist für die ganz Familie sehr wichtig

Eine Lebensmittelallergie hat oft zur Folge, dass die Mahlzeiten für die komplette Familie einseitig ausgewählt werden und alle an Lebensqualität einbüßen.

Grund hierfür ist meist die Angst der Eltern, ihrem Kind etwas Falsches zu essen zu geben. Oft wissen sie aber auch einfach zu wenig über Lebensmittelallergien oder sind durch widersprüchliche Informationen aus verschiedenen Quellen verunsichert. Dabei kann und sollte man sich trotz einer vorliegenden Lebensmittelallergie abwechslungsreich und genussvoll ernähren.

Mit einfachen Tipps die Freude am Essen erhalten

Auch wenn Ihr Kind an einer Lebensmittelallergie leidet, kann es genussvoll und mit Freude essen:

  • Gestalten Sie den Speiseplan so vielseitig wie möglich. Meiden Sie nur Lebensmittel von denen wirklich nachgewiesen ist, dass Ihr Kind darauf reagiert.
  • Verzichten Sie nicht auf Speisen aus einem Verdacht heraus. Liegt eine Allergie auf ein bestimmtes Lebensmittel vor, können Sie durch spezielle Listen der Ernährungsberatung erfahren, welche Speisen Ihr Kind meiden sollte. Viele Herstellerfirmen besitzen darüber hinaus einen Informationsservice für Allergiker, durch den Sie Angaben über einzelne Firmenprodukte und Gerichte erhalten können.
  • Verwenden Sie Ersatzlebensmittel zur Zubereitung der Lieblingsspeisen Ihres Kindes. So kann der geliebte Pfannkuchen bei einer Eiallergie durch ein spezielles Eiersatzpulver hergestellt werden oder der Milch-Shake bei Kuhmilchallergikern durch Sojamilch.
  • Kinder lieben meist Süßigkeiten. Suchen Sie hier nach Alternativen, wenn Ihr Kind bestimmte Süßigkeiten nicht mehr essen kann. So gibt es nussfreie Schokolade, milchfreie Kekse oder Gummibärchen ohne Farbstoffe.
  • Lassen Sie das Essen weiterhin ein Vergnügen für das Kind bleiben. Laden Sie zum Beispiel viele kleine Gäste zum Essen ein, die gerne alle allergenfreien Speisen probieren dürfen.

Eine ausgewogene Ernährung bildet auch bei einer Lebensmittelallergie die Basis

Eine pauschale Allergie-Diät "für alle" gibt es nicht. Die Diät muss individuell auf das Kind zugeschnitten werden und alle Nährstoffe enthalten, um sein gesundes Wachstum zu ermöglichen.

Als Basis gelten die Empfehlungen der ausgewogenen Kinderernährung. Die Lebensmittel, die das Kind nicht verträgt, müssen dabei aus dem Speiseplan entfernt werden. Damit hierdurch keine wichtigen Nährstoffe ins Hintertreffen geraten, sollten Sie sich mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin besprechen und von einer Ernährungsfachkraft beraten lassen. Sie kann Ihnen Hinweise für Ersatzprodukte, Produktlisten zur Meidung des allergenen Lebensmittels und Zubereitungstipps geben. Außerdem erläutert sie Ihnen, wie Sie aus den Zutatenlisten von verpackten Lebensmitteln wichtige Informationen herauslesen können und hält meist auch eine Reihe Rezeptideen bereit. Alternative Süßigkeiten und Backideen können ein weiterer wichtiger Beratungspunkt für Sie sein.

Für das Kind ist es ganz wichtig, dass es frühzeitig am Einkauf der Spezialprodukte und bei der Zubereitung spezieller allergenfreier Speisen beteiligt wird. So kann es, je älter es wird, immer mehr selbst Verantwortung für seine allergenfreie Ernährung übernehmen.

Informieren Sie das nächste Umfeld Ihres Kindes

Sprechen Sie mit den pädagogischen Kräften der Tageseinrichtung, die Ihr Kind besucht, über den Umgang mit der Allergie, um unerwünschte Zwischenfälle zu verhindern. Ihr Kind sollte zusätzlich darin unterstützt werden, wie es seine Allergie anderen Kindern erklären und um Mithilfe bei der Lebensmittelauswahl bei gemeinsamen Mahlzeiten bitten kann. Tauschen Sie Rezepte mit den anderen Eltern aus. So werden auch Geburtstagsfeste und Frühstücke in der Einrichtung kein Problem für Ihr Kind sein. Auch Freunde und Verwandte sollten wissen, was das Kind essen darf, und was Sie ihm statt Süßigkeiten, die das Kind eventuell nicht verträgt, zu besonderen Anlässen schenken können.

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