Wann Babys einschlafen und durchschlafen – Tipps für eine ruhige Nacht

Alle Babys müssen sich erst an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen. Mit der Unterstützung der Eltern gelingt das Ein- und Durchschlafen immer leichter. Denn das Baby schläft ein, wenn es müde ist und sich wohl und sicher fühlt.

Schlafendes Baby
© Jose Luis Pelaez Inc/Digital Vision/Getty Images

Schon Säuglinge brauchen unterschiedlich viel Schlaf und wollen nicht mehr Zeit in ihrem Bett verbringen, als sie wirklich schlafen können. Erst ab dem Alter von zirka sechs Monaten hat ein Baby seinen Schlaf-Wach-Rhythmus auf den Tag-Nacht-Wechsel abgestimmt. Bis es ein Jahr alt geworden ist, kann es in der Regel nachts 6 bis 8 Stunden lang „durchschlafen“. Aber auch dann ist ein- oder mehrmaliges Wachwerden normal.

Die folgenden Tipps für das Ein- und Durchschlafen sind eine Anregung, denn nicht nur alle Babys unterscheiden sich, sondern auch die Situation der Mütter und Väter.

Tagsüber – regelmäßige Abläufe helfen dem Baby beim Schlafen

Durch einen regelmäßigen Tagesablauf lernt Ihr Baby, dass es sich am Tag lohnt, wach und aufmerksam zu sein, und dass die Nacht zum Schlafen da ist. Schon beim Tagesschlaf kann Ihr Baby mit der Zeit sanft lernen, alleine einzuschlafen.  

In den ersten drei Monaten schlafen Babys durchschnittlich 16 bis 18 Stunden, gleichmäßig auf etwa fünf Schlafphasen verteilt. Merken Sie sich die Schlafzeiten Ihres Babys. So erfahren Sie seinen Schlafbedarf und lernen die Signale kennen, wann Ihr Kind müde ist. 

Streben Sie mit den täglichen Essens-, Spiel- und Schlafzeiten einen stabilen Rhythmus  an, der den individuellen Bedürfnissen Ihres Babys entspricht.

Legen Sie das müde Baby möglichst immer in sein Bettchen, damit es dieses als ruhigen und sicheren Ort erlebt. Umgekehrt sollte im Bett auch nur geschlafen und nicht gespielt werden. 

Sehr hilfreich ist es, wenn der Tagesschlaf ab dem Alter von 6 Monaten etwa vier Stunden vor dem Nachtschlaf beendet ist, damit Ihr Baby abends müde ist.

Abends – auf das Einschlafen vorbereiten

Das Zubettbringen gelingt leichter, wenn es immer als schön und beruhigend erlebt wird – jedoch nicht als Muss oder gar als Strafe. 

Gut ist es, wenn Ihr Baby bei der letzten Mahlzeit abends genug getrunken hat und satt ist. 

In der letzten Stunde vor dem Schlafengehen ist die Zeit, um langsam zur Ruhe zu kommen und sich auf den Nachtschlaf einzustimmen. Durch immer gleiche Abläufe beim abendlichen Schlafengehen wächst bei Ihrem Baby das Gefühl von Regelmäßigkeit und Sicherheit.  

Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen dann ins Bett, wenn es müde, aber noch wach ist, nicht erst dann wenn es schon schläft. So lernt es ohne Hilfsmittel einzuschlafen. 

So unterschiedlich wie die Eltern und Kinder sind auch die Einschlafgewohnheiten. Mal ist es immer dasselbe Liedchen oder dieselbe Geschichte, mal diese eine Melodie oder diese oder jene Liebkosung. Immer sind die Abendrituale (ca. 30 Min.), einschließlich des Gute-Nacht-Kusses zum Abschied, beruhigend und vermitteln Vertrauen und Geborgenheit. 

Mittels Einschlafhilfen wie dem Stillen, dem Fläschchen oder Ihrer körperliche Nähe, das Sichdazulegen oder Dabeibleiben, gewöhnt sich Ihr Kind auch daran – es wird ohne diese Hilfen weniger gern alleine einschlafen wollen und danach (wie gewohnt) verlangen, wenn es nachts aufwacht.

Sorgen Sie im Schlafzimmer für die richtige Schlafumgebung mit wenig Licht, ohne Lärm oder gar Tabakrauch bei einer nicht zu warmen Raumtemperatur zwischen 16 und18 Grad Celsius.

Nachts – Ruhe bewahren, dem Baby Ruhe vermitteln

Bedenken Sie: „Durchschlafen“ heißt, dass ein Kind etwa sechs bis acht Stunden am Stück schläft, wozu es erst ab etwa einem halben Lebensjahr überhaupt in Lage sein kann. Wenn es also um 19 Uhr ins Bett gebracht wird, wacht es spätestens gegen 3 Uhr morgens zum ersten Mal auf – für die Eltern kann so von einer durchschlafenen Nacht noch nicht die Rede sein  

Fördern Sie die Fähigkeiten Ihres Babys, sich selbst zu beruhigen. Beschränken Sie dafür nächtliche Aktivitäten mit Ihrem Kind auf das Nötigste. 

Reden Sie nachts nur mit leiser Stimme und machen Sie allenfalls ein gedämpftes Licht an. Statt das Kind gleich aus dem Bett zu heben, versuchen Sie es ein paar Minuten lang durch Ihre Stimme und Liebkosungen wieder zu beruhigen.

Mit der Zeit erkennen Sie, ob Ihr Baby tatsächlich Hunger hat oder „einfach so“ unruhig und wach geworden ist.  

Wenn es Hunger hat, ist es gut, das Kind in aller Ruhe zu füttern, ohne Aufregung und ohne mit ihm zu spielen. 

Ein Baby muss nachts nicht nach jedem Stillen oder Fläschchen gewickelt werden. Wenn es gewickelt werden muss, dann sollte dies möglichst unaufgeregt geschehen, am besten im Bett. 

Ein Kind benötigt nachts keine Unterhaltung – es darf sich ruhig ein wenig langweilen.

Wichtig zu wissen

Zeigt Ihr Kind nach dem 6. Lebensmonat keinerlei Anzeichen, in einen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus zu kommen, und ist es ein nicht zu beruhigendes „Schreibaby“, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin.

icon_akkordeon_32icon_alert_32icon_alltagstipps_32icon_artikel_32icon_broschuerebestellen_48icon_broschueren_32icon_cc_32icon_checklisten_84icon_checkmark_32icon_close_32icon_download_32icon_elternabo_48icon_email_32icon_entwicklung_32icon_ernaehrung_32icon_facebook_32icon_fluechtlinge_32icon_googleplus_32icon_gridisotope_32icon_grundlagen_32icon_haeufigefragen_32icon_home_32icon_infografik_32icon_kalendar_32icon_kindergarten_32icon_krankeskind_32icon_lesetipp_32icon_linktipp_32icon_listisotope_32icon_medien_32icon_mehrinhalte_12x24icon_mehrinhalte_32icon_nachoben_16x8icon_nachoben_32icon_nachrichten_32icon_pdf_32icon_pdfbaukasten_32Euleicon_akkordeon20x14icon_pinterest_32icon_plus_32icon_risikenvorbeugen_32icon_schlafen_32icon_sicheraufwachsen_32icon_spielen_32icon_suche_32icon_twitter_32icon_utermine_48icon_video_32icon_warenkorb_32icon_whatsapp_32icon_video_32x24icon_zoom_32