Spielzeug und erste Fahrzeuge

Link zur Seite: Spiel- und Fahrzeuge | © Corbis Images

© Corbis Images

Bauklötze, erste Malsachen, Dreirad, Laufrad - dies und mehr steht im Kleinkindalter in Sachen Spielen an. Da sind vor allem sichere Produkte gefragt.

Kind mit Sturzhelm auf Dreirad © Corbis Images
© Corbis Images

Spielen und Spielzeug

Die Spielinteressen des Kleinkindes werden nun deutlich von seinen Fortschritten im Denken geprägt:

  • Im zweiten Lebensjahr beginnen Kinder, räumliche Vorstellungen zu entwickeln und lieben es, aus allem und jedem Türme zu bauen.
  • Gegen Ende des zweiten Lebensjahres können sie bereits Gegenstände nach bestimmten Eigenschaften und immer sicherer auch einfache Formen wie Kreise oder Dreiecke unterscheiden und zuordnen.
  • Im dritten Lebensjahr stehen Malen (mit Fingern, dicken Stiften, Wachsmalkreide) wie auch erste Bastelarbeiten (mit der Schere schneiden, Pappe bekleben) ganz oben auf der Beliebtheitsskala.

Geben Sie Ihrem Kind Spielzeug, das seinem Alter und Entwicklungsstand wie auch den Sicherheitsanforderungen entspricht:

  • Kaufen Sie möglichst nur sicherheitsgeprüftes Spielzeug mit den entsprechenden Prüfzeichen (TÜV/GS-Prüfzeichen).
  • Achten Sie auf schadstofffreie Materialien und stabile Verarbeitung.
  • Vermeiden Sie vor allem im zweiten Lebensjahr noch kleinteilige Spielzeuge, wie zum Beispiel Perlen oder Murmeln, die Ihr Kind verschlucken könnte.
  • Überprüfen Sie die Spielsachen Ihres Kindes regelmäßig auf Beschädigungen hin. Bei Holzteilen auf Risse, Splitter und scharfe Kanten achten.
  • Geben Sie Ihrem Kind keine lärmenden Spielsachen. Kinderohren reagieren sehr empfindlich auf Lärm.
  • Achten Sie auf giftfreie Malstifte und Wachsmalkreiden und verwenden Sie nur lösungsmittelfreie und ungiftige Klebstoffe beim Basteln.

Erste Fahrversuche

Die meisten Kinder sind schon früh von rollenden Spielgeräten fasziniert und bereits auf Zweijährige üben Fahrräder eine große Anziehungskraft aus.

Im Verlauf ihres dritten Lebensjahres starten die meisten Kinder ihre ersten Fahrversuche. Mit Dreirad oder Laufrad erfahren sie nun eine neue Mobilität. Sie schulen dabei Wahrnehmung und Gleichgewicht, üben die Koordination von Armen und Beinen, lernen Richtungen anzupeilen und einzuhalten, zu lenken und Hindernisse zu umfahren.

Worauf Sie achten sollten

  • Lassen Sie Ihr Kind immer nur solche Fahrzeuge benutzen, die es aufgrund seines Entwicklungsstandes auch beherrschen kann. Laufräder werden bereits für zweijährige Kinder angeboten, empfohlen werden Sie in der Regel ab einem Alter von etwa 2 ½ Jahren.
  • Das Modell sollte für die Körpergröße Ihres Kindes geeignet sein.
  • Üben Sie das Fahren zunächst an ruhigen Plätzen ohne Hindernisse, damit sich Ihr Kind mit seinem neuen Gefährt und den notwendigen Bewegungsabläufen vertraut machen kann.
  • Auch wenn Ihr Kind schon sicher mit Dreirad oder Laufrad umgehen kann, können unerwartete Hindernisse, Fußgänger oder ein lautes Geräusch Ihr Kind immer noch leicht überfordern.
  • Gewöhnen Sie Ihr Kind auch beim Dreirad- oder Laufradfahren von Anfang an daran, einen Schutzhelm zu tragen.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht ohne Aufsicht mit dem Dreirad oder Laufrad fahren.

Sichere Ausstattung von Dreirad und Laufrad

  • Achten Sie beim Kauf von Dreirad oder Laufrad auf das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit).
  • Ein Dreirad sollte einen tiefen Schwerpunkt und einen begrenzten Lenkereinschlag haben - beides verhindert ein Umkippen beim Kurvenfahren.
  • Auf Sie auf rutschfeste Pedale.
  • Beim Laufrad erleichtert ein tiefer Einstieg ein einfaches und sicheres Auf- und Absteigen.
  • Ein Lenkstopp verhindert, dass der Lenker zu weit gedreht wird.
  • Gepolsterte Lenkerenden schützen vor Verletzungen.
  • Luftbereifte Räder sorgen für einen guten Lauf und erleichtern das Fahren auf unebenen Strecken.
  • Lenker und Sattel sollten höhenverstellbar sein, damit beides der Größe Ihres Kindes angepasst werden kann.
  • Die Sattelhöhe ist optimal eingestellt, wenn das Kind auf dem Sattel sitzend mit den Füßen den Boden berühren kann, ohne dass die Beine dabei ganz ausgestreckt sind. So kann es sich am besten abstoßen und abstützen.