Untergewicht

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Manche Kinder sind für eine kurze Phase untergewichtig. Aus Untergewicht kann sich aber auch ein anhaltendes Problem entwickeln, das fachliche Hilfe braucht.

Untergewichtiger Junge am Strand © Thinkstock
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Nach den Ergebnissen der 2006 abgeschlossenen Basiserhebung der bundesweiten repräsentativen Studie des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) sind 3,8 Prozent der 3- bis 6-jährigen Kinder untergewichtig. Bei 1,4 Prozent liegt das Gewicht stark unter dem Normalgewicht. Bis zur Altersgruppe der 11- bis 13-Jährigen steigt der Anteil der untergewichtigen Kinder. Doch alters- und entwicklungsbedingt können Kinder auch vorübergehend untergewichtig sein. Neben der richtigen Einschätzung des Gewichts ist die Persönlichkeit des Kindes mitentscheidend dafür, ob Hilfe von außen notwendig ist.

Untergewicht kann eine vorübergehende Erscheinung sein

Wenn Kinder sich während eines Wachstumsschubs extrem in die Höhe strecken, können sie schon einmal auffällig dünn wirken. Das gilt für Babys ebenso wie für Kleinkinder. Sie benötigen dann meist etwas Zeit, um auch ihr Gewicht entsprechend anzugleichen.

Bei jeder Früherkennungsuntersuchung wird das Gewicht Ihres Kindes festgestellt und in dem gelben Kinderuntersuchungs- bzw. Vorsorgeheft festgehalten. Hierdurch kann der Kinderarzt oder die Kinderärztin die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes über längere Zeit beobachten und einschätzen.

Manche Kinder sind auch von der erblichen Veranlagung her dünner als andere oder nehmen einfach nicht so schnell zu, obwohl sie viel essen. Sind die Kinder dazu noch sehr aktiv, wird das Zunehmen noch zusätzlich gebremst.

Versuchen Sie, Ihr Kind möglichst nicht zu sehr mit anderen Gleichaltrigen zu vergleichen. Kinder gleicher Altersstufen können recht unterschiedlich viel essen, und die Menge kann von Tag zu Tag erheblich variieren. Jedes Kind ist zudem vom Körperbau, Temperament, Bewegungsdrang und Essverhalten anders. Solange Ihr Kind gesund und fit wirkt und sich gut fühlt, brauchen Sie sich keine Sorgen wegen eines niedrigen Gewichts zu machen.

Wann Hilfe notwendig ist

Wenn Ihnen als Eltern die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes über längere Zeit Sorgen macht oder das Kind oft müde, antriebslos oder krank ist und leichtes oder starkes Untergewicht vorliegt, dann sollten Sie sich an Ihren Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin wenden.

In der kinderärztlichen Praxis können andere Faktoren, wie zum Beispiel chronische Erkrankungen, körperliche Fehlbildungen oder Allergien, als Ursache ausgeschlossen werden. Eine Beratung bei einer Ernährungsfachkraft kann Sie bei einer eventuell notwendigen Ernährungsumstellung unterstützen. Sollte das Problem andauern, können Sie sich darüber hinaus an eine Beratungsstelle für Fütter- oder Essstörungen wenden. (Stand: 6.11.2016)