Was tun bei Hautproblemen?

0-12 Monate

Kopfgneis, Milchschorf, Windelausschlag – auch bei sorgfältiger Körperpflege kann es bei Babys zu Auffälligkeiten oder Entzündungen der Haut kommen.

Hand berührt Kopf eines Neugeborenen
© Getty Images

Kopfgneis

Die meisten Babys haben in den ersten Lebensmonaten Kopfgneis – ein in der Regel harmloser Hautausschlag, der von einer Überproduktion der Talgdrüsen herrührt. Er zeigt sich als talgige, weiß-gelbe bis bräunliche Schuppenschicht an der Kopfhaut. Oft verschwindet Kopfgneis im Verlauf des ersten Lebensjahres ganz von allein.  

  • Versuchen Sie nicht, die Schuppen abzukratzen. Hierdurch können Narben entstehen und zurückbleiben.
  • Weichen Sie die Verschorfung mit Baby- oder Olivenöl ein (am besten über Nacht einwirken lassen), und bürsten Sie die aufgeweichte Schuppenschicht anschließend vorsichtig aus.

Milchschorf

Der Begriff Milchschorf wird häufig gleichbedeutend mit Kopfgneis verwendet, es handelt sich jedoch um etwas Anderes.

Milchschorf zeigt sich ebenfalls bevorzugt an der Kopfhaut, tritt aber auch im Gesicht und an den Armen auf: Die Haut ist gerötet und mit Schuppenkrusten bedeckt. Besonders quälend für das Kind ist der oft damit verbundene Juckreiz.

Eine gute Hautpflege und einige andere Maßnahmen bringen in leichten Fällen oft schon Linderung und Besserung:

  • Wenn Ihr Kind alt genug ist, duschen Sie es lieber, statt es zu baden, denn hierbei trocknet die Haut weniger aus als im warmen Bad.
  • Vermeiden Sie Überwärmung, denn Schwitzen verstärkt den Juckreiz.
  • Kleidung und Wäsche sollten bevorzugt aus weicher, möglichst heller Baumwolle sein, da Wolle ebenfalls den Juckreiz verstärkt.
  • Cremen Sie Ihr Kind nach dem Duschen oder Baden mit einer rückfettenden Pflegesalbe ein.
  • Halten Sie die Fingernägel kurz oder ziehen Sie Ihrem Baby kleine Baumwollfäustlinge an, damit es sich nicht kratzen kann und es dadurch zu Entzündungen kommt.

Besprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin, welche Maßnahmen gut und sinnvoll sind. Auf jeden Fall sollten Sie mit Ihrem Kind die kinderärztliche Praxis aufsuchen, wenn sich der Milchschorf vom Kopf auf andere Körperteile wie das Gesicht ausdehnt. Unter Umständen kann Milchschorf auch erstes Anzeichen einer Neurodermitis (atopische Dermatitis) sein.

Windelausschlag (Windeldermatitis)

Windelausschlag entsteht, wenn die Windel nicht oft genug gewechselt wird: Der Po wird wund und bietet somit Bakterien oder Pilzen eine leichte Angriffsfläche für schmerzhafte Entzündungen und Pilzinfektionen (Windelsoor).

In der Regel beginnt der Windelausschlag mit einer flächigen Rötung im Pobereich und kann sich auf den gesamten Windelbereich ausdehnen. Der Po schmerzt und juckt, die Haut entzündet sich, und es bilden sich schuppige Hautstellen oder nässende Pusteln, die meist auf eine Pilzinfektion zurückzuführen sind. Die Windel riecht nach Ammoniak.

  • Bei ersten Anzeichen für einen wunden Po sollten Sie häufig und vor allem direkt nach der Stuhlentleerung die Windel wechseln.
  • Trocknen Sie den Windelbereich nach dem Reinigen oder Baden sorgfältig ab, vor allem in den Hautfalten.
  • Lassen Sie so oft wie möglich Licht und Luft an die Haut.
  • Verwenden Sie möglichst luftdurchlässige Einmalwindeln.
  • Den Heilungsprozess können Sie zusätzlich unterstützen. Bewährt haben sich beispielsweise folgende Maßnahmen:
  • Kamillenbäder; sie beruhigen die Haut.
  • Zinkhaltige Hautcremes; dünn im Windelbereich aufgetragen halten sie Feuchtigkeit fern.
  • Muttermilch; ein paar Tropfen Muttermilch auf wunde Hautstellen bringen Linderung.

Bei lang andauernder oder sehr starker Entzündung im Windelbereich wie auch bei Verdacht auf eine Pilzinfektion sollten Sie sich an Ihren Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin wenden.

Unklare Hautreaktionen erfordern immer ärztlichen Rat

Manche Hautreaktionen können auch Zeichen einer anderen Hauterkrankung oder Folge einer Allgemeinerkrankung sein.

  • Wenden Sie sich immer an den Kinderarzt oder die Kinderärztin, wenn Ihnen an der Haut Ihres Kindes etwas auffällig, neu und unerklärlich vorkommt.
  • Verwenden Sie keine Salben, Cremes oder andere Mittel, wenn Ursache und Wirkung nicht klar sind.
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