Mit Gefühlen zurechtkommen

1-6 Jahre

Gefühle wahrzunehmen, sie ausdrücken und damit umgehen zu können, lernt ein Kind erst mit Ihrer Unterstützung.

Mädchen wird von Mutter getröstet
© Getty Images

Für Sie als Eltern ist es oft eine schwierige Gratwanderung, einerseits die Gefühle Ihres Kindes grundsätzlich zu akzeptieren und zu tolerieren, andererseits einem ungehemmten „Ausleben“ heftiger Gefühle klare Grenzen zu setzen. Versuchen Sie, Ihrem Kind auch in diesem Punkt ein gutes Vorbild zu sein, ihm andere Möglichkeiten der Konfliktlösung vorzuleben und mit ihm gemeinsam nach Lösungen suchen, die für alle annehmbar sind. Dabei sollte Ihr Kind nicht zuletzt auch die Erfahrung machen, dass man mal „gewinnt“ und mal nachgeben muss. Und manchmal ist auch von allen Seiten ein Kompromiss gefragt.

Die emotionale Entwicklung unterstützen

  • Versuchen Sie, mit gutem Beispiel voranzugehen und in der Familie möglichst offen mit Gefühlen umzugehen: Geben Sie Gefühlen und Gefühlsäußerungen Raum und sprechen Sie möglichst offen darüber.
  • Ermuntern Sie Ihr Kind dazu, seine Gefühle zu zeigen und auszusprechen, und tun Sie umgekehrt dasselbe: Sagen Sie ihm, wenn Sie sich zum Beispiel über ein tolles Bild freuen.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie seine Gefühle ernst nehmen – auch wenn Sie sie nicht immer nachvollziehen können.
  • Welche Gefühle Ihr Kind auch zeigt: Lachen Sie niemals darüber, denn das ist für Ihr Kind sehr verletzend.
  • Wenn Ihr Kind sehr traurig oder wütend ist, versuchen Sie durch konkretes Nachfragen („Was macht dich traurig?“ „Weshalb bist du wütend?“) herauszufinden, was die Ursache ist und was Ihr Kind gerade bewegt.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie es insbesondere mit unangenehmen Gefühlen wie Ärger, Eifersucht, Enttäuschung oder Angst umgehen kann. Versuchen Sie Vor- und Nachteile verschiedener Lösungen durchzusprechen.
  • Vermeiden Sie möglichst Aussagen wie „Reiß dich doch zusammen!“, „Sei keine Heulsuse!“ Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind sei zu weinerlich, versuchen Sie besser, das Weinen des Kindes zu „ignorieren“ und es abzulenken. Loben Sie es beim nächsten Mal, wenn es schneller aufhört zu weinen.
  • Wutanfälle und andere starke Gefühle können auch bei Ihnen ähnliche Gefühle hervorrufen. Versuchen Sie, gelassen zu bleiben, und lassen Sie sich nicht anstecken!
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