Regelmäßige Mahlzeiten erleichtern eine optimale Versorgung

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Regelmäßige, über den Tag verteilte Mahlzeiten geben dem Kind Energie und Nährstoffe, die es zum Spielen, Entdecken und Lernen, Laufen, Klettern und Toben braucht.

Mutter und Kinder bei gemeinsamer Mahlzeit © Corbis Images
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Durch regelmäßige Mahlzeiten erhält ein Kind Energie und Nährstoffe, wie es sie braucht

Regelmäßige Mahlzeiten versorgen ein Kind über den Tag verteilt mit der nötigen Energie und den notwendigen Nährstoffen. Gleichzeitig erhält der Tagesablauf hierdurch eine feste Struktur, an der sich Kind und Eltern gut orientieren können. Die Mahlzeiten sollten eine warme und zwei kalte Hauptspeisen sowie mindestens zwei weitere Zwischenmahlzeiten umfassen.

Mahlzeiten sollten immer mit essensfreien Zeiten von etwa zwei bis drei Stunden abwechseln. Während dieser Essenspausen zwischen den Mahlzeiten sollten Sie Ihrem Kind auch keine Snacks, zuckerhaltigen Getränke und auch keine Milch anbieten.

Auch wenn nicht alle Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden können, sollten Sie Ihrem Kind so oft wie möglich Gelegenheit geben, gemeinsam mit Ihnen zu essen. Mindestens einmal am Tag sollte die Familie zusammen essen. Wenn Kinder mit am Familientisch essen, wollen viele von ihnen schon bald von den Speisen der Erwachsenen kosten. Denn Kinder sind in der Regel neugierig, wollen Neues kennen lernen und ausprobieren. Das gilt auch beim Essen. Unbekannte Lebensmittel sind ein wunderbares Betätigungsfeld für Kinder wie auch für die Eltern. Ab ungefähr einem Jahr sind Kinder so weit, dass sie fast alles, was Erwachsene essen, selbst kennen lernen, riechen und probieren möchten. Und das können sie dann auch ohne Bedenken gern tun.

Die nachfolgenden Empfehlungen für die Zusammensetzung der Mahlzeiten dienen nur der Orientierung. Insbesondere jüngere Kinder sind in ihrer Auswahl an Lebensmitteln noch nicht festgefahren. Vielfältige Gerüche, Farben, Konsistenzen und Geschmäcker wecken die Neugier und verleiten zum Entdecken. Lassen Sie Ihr Kinder daher so früh und so oft wie möglich die leckere Vielfalt von gesunden Lebensmitteln ausprobieren. Vertrauen Sie bei der Auswahl der Lebensmittel auch auf Ihr Gefühl – Sie wissen, was Ihrem Kind gut tut. Tauschen Sie sich auch mit anderen Familien und Bekannten aus, und fragen Sie nach deren Ernährungsgewohnheiten.

Abwechslungsreich kombiniert: Die warme Hauptmahlzeit

Die warme Mahlzeit wird meist mittags eingenommen und ist bei Kindern sehr beliebt. Je nach Gewohnheiten und Vorlieben der Familie kann sie aber ebenso in die Abendstunden verlegt werden.

  • Hauptbestandteile der warmen Mahlzeit sollten gekochte Kartoffeln, Naturreis oder Vollkornnudeln sowie Gemüse sein.
  • Das Gemüse kann gekocht, als Rohkost zum Knabbern oder als Salat gegessen werden.
  • Zwei- bis dreimal pro Woche können Kinder dazu eine kleines Stück Fleisch und einmal pro Woche Fisch genießen. Bevorzugen Sie hierbei fettarme Fleischsorten und bereiten Sie die von vielen Kindern heiß geliebten Fischstäbchen im Backofen zu.

Fleischlose Mahlzeiten aus Hülsenfrüchten oder Getreide, zum Beispiel als Linsensuppe, Auflauf, Salat mit Kidneybohnen oder als Bratlinge können den Speiseplan an ein- bis zwei Wochentagen schmackhaft ergänzen.

Müsli und Brote: Optimal für die kalten Hauptmahlzeiten

Frühstück und Abendessen der Kinder bilden in der Regel die beiden kalten Hauptmahlzeiten. Optimal für Kleinkinder wären morgens – aber auch gerne abends – ein selbstgemischtes Müsli aus Vollkornflocken und Nüssen oder eine Fertigmüslimischung ohne Zuckerzusatz. Gesüßte Frühstücksflocken, wie Smacks & Co, können bis zu 40 Prozent Zucker enthalten und sollten deshalb möglichst nicht im Einkaufswagen landen. Zum Müsli passt sehr gut ein Milchprodukt zum Beispiel in Form von Joghurt oder Milch und als dritte Komponente frisches Obst.

Alternativ dazu kann eine Brotmahlzeit stehen. Das mit Margarine oder Butter bestrichene Vollkornbrot sollte bevorzugt mit Käse oder alternativ mit fettarmer Wurst belegt werden. Als süße Brotbeläge bieten sich kleinere Mengen Marmelade, Honig, Schokocreme und Bananenscheiben an. Reichen Sie zu den kalten Hauptmahlzeiten nach Möglichkeit immer größere Mengen Obststückchen oder bunte Gemüsestifte.

Für zwischendurch: Mindestens zwei kleine Snacks

Zu den regelmäßigen Mahlzeiten sollten mindestens zwei Zwischenmahlzeiten gehören. Hierzu bieten sich zum Beispiel ein zweites Frühstück und ein Nachmittagssnack an.

Die Zwischenmahlzeiten bestehen vorzugsweise aus kleineren Mengen Brot oder Müsli mit Milch oder Joghurt und Obst beziehungsweise Gemüserohkost. Besonders selbstgemachte Milch-Obst-Shakes, Früchtequarks oder Gemüsestifte mit Dips finden als Zwischenmahlzeit bei Kindern regen Zuspruch. Es spricht auch nichts dagegen, ab und zu ein wenig Gebäck, Kuchen oder eine kleinere Menge Süßigkeiten anzubieten. Das Kind sollte danach allerdings Gelegenheit haben, sich die Zähne putzen zu können.

Die Essensmenge bestimmen viele Faktoren und letztlich das Kind selbst

Je nach Alter des Kindes variieren die Essensmengen der unterschiedlichen Nahrungsmittel, wie sie zum Beispiel in der optimierten Mischkost empfohlen werden. Zudem sollten Sie unbedingt bedenken, dass die Angaben nur als Durchschnittswerte anzusehen sind. Es ist nicht nötig, dass Ihr Kind jeden Tag die Empfehlungen exakt einhält. Schwankungen in der Essensmenge von Kindern sind völlig normal und brauchen Sie nicht zu beunruhigen.

Für eine Einschätzung der Ernährung Ihres Kindes sind die Mengen der einzelnen Lebensmittel, die ihr Kind im Wochendurchschnitt verzehrt, wesentlich aufschlussreicher. Bei den besonders empfohlenen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Gemüse, Obst oder Kartoffeln, sollte grundsätzlich Ihr Kind entscheiden, wie viel es davon isst. Ein achtsames Auge sollten Sie allerdings haben, wenn es um den zu üppigen Verzehr von Süßigkeiten und Limonade geht. Fette Fleisch- und Wurstsorten, und fettreiche Knabbereien sollten nur in kleineren Mengen verzehrt werden.

Neben dem Alter beeinflussen auch noch andere Faktoren, wie viel Ihr Kind isst:

  • Geschlecht: Jungen essen oft mehr als Mädchen.
  • Bewegungsintensivität: Kinder, die sich viel bewegen und auch sonst aktiver sind, essen schon mal mehr als ruhigere Kinder.
  • Körpergröße und Körperstatur: Kleinere Kinder mit eher zartem Körperbau essen weniger als größere Kinder mit eher kompakterem Körperbau.
  • Gesundheitszustand: Gesunde Kinder haben in der Regel mehr Appetit als kranke Kinder.
  • Stress: Sowohl positiver als auch negativer Stress, wie zum Beispiel freudiges Aufgeregtsein oder eine Konfliktsituation, können dazu führen, dass Kinder mehr oder auch weniger als gewöhnlich essen. (Stand: 1.11.2016)