Süßes und Knabbereien

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Die meisten Kinder lieben Süßigkeiten und Knabbereien. Ganz verzichten müssen sie auch nicht darauf. Gesunde Ernährung und Süßes schließen sich nicht aus.

Kind isst ein Eis © Corbis Images
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Auch Süßes hat seinen Platz

Fast alle Kinder lieben Süßes. Ob zwischendurch oder als Hauptmahlzeit - süße Produkte stehen bei den meisten Kleinkindern hoch im Kurs. Strikte Verbote der Eltern machen hier keinen Sinn. Viel sinnvoller ist es, bewusst mit Süßigkeiten umzugehen. Kinder sollten Süßes und Knabbereien als etwas Besonderes begreifen und genießen. Das verhindert, dass die Kinder heimlich und mit schlechtem Gewissen naschen. So ist denn auch einmal am Tag eine kleine Süßigkeit kein Problem: Ein paar Trockenfrüchte oder Vollkornkekse, eine kleine Hand voll Gummibärchen, eine Kugel Eis oder ein paar Stücke Schokolade.

Gemeinsame Vereinbarungen erleichtern den Umgang mit Süßem

Lassen Sie Ihr Kind selbst bestimmen, welche Süßigkeit es für den Tag haben möchte, und lassen Sie es am besten aus einer gemeinsam zusammengestellten „Wochenration“ auswählen. Die Süßigkeit sollte am besten am Ende einer Mahlzeit als Nachtisch oder als Zwischenmahlzeit verzehrt werden. Aber auch was den richtigen Zeitpunkt betrifft, sollten Sie Ihr Kind mitentscheiden lassen. Ganz wichtig: Danach Zähne putzen nicht vergessen. Auch hier sind klare Vereinbarungen wichtig.

Als Geschenk, Mitbringsel oder gar Belohnung sind Süßigkeiten übrigens keine gute Wahl. Bringen Sie Ihrem Kind lieber hin und wieder ein kleines Spielzeug oder ein Buch vom Einkaufsbummel mit. Auch Freunde oder Verwandte sollten Kindern lieber eine spannende Kassette, ein lustiges Spiel oder ein schönes Buch schenken. Daran haben Kinder viel mehr und länger Spaß.

Knabbergebäck – aber nur in Maßen

Auch Knabbereien werden immer beliebter, je älter die Kinder werden. Neben Süßigkeiten enthalten jedoch auch viele Knabberprodukte reichlich Fett, insbesondere gesättigte Fettsäuren, und damit Kalorien. Außerdem enthalten sie oft zu viel Salz. Vermeiden Sie daher den Kauf von Chips, gesalzenen Nüssen oder Flips. Der intensiv würzige Geschmack erschwert es zudem, normal gewürzte Speisen anzubieten, und steigert die Lust auf noch größere Mengen der fettigen Knabbereien.

Viel gesünderes Knabberwerk für Kinder sind frische Brötchen, Vollkorndinkelstangen, selbstgemachtes Popcorn und Salzstangen mit wenig Salz. Doch wie für Süßigkeiten gilt auch für Knabbereien: Ab und zu, in kleinen Mengen und nicht unbedingt jeden Tag.

Kinder schon früh an wenig Zucker gewöhnen

Ob nun Haushaltszucker oder andere Süßungsmittel, wie Honig, Sirup, Dicksaft, Rohrzucker, verwendet werden, kommt auf das Gleiche heraus: Zucker bleibt Zucker und sollte in jeder Form nur sehr sparsam und möglichst selten verwendet werden. Wenn für Kleinkinder nur schwach gesüßt wird, brauchen auch die Speisen für die Älteren weniger süß zu sein. Sehr zuckerhaltige Produkte wie fertige Fruchtjoghurts und Desserts, Eiscreme, süße Backwaren, gezuckerte Frühstücksflocken und süße Getränke sollten vermieden oder als Ausnahme nur in kleineren Mengen angeboten werden. Nicht oder wenig gesüßte Naturjoghurts mit frisch hinzugefügtem Obst haben oft einen intensiveren Eigengeschmack und schmecken besser. Doch vor allem ist es das Selberaussuchen der Zutaten und das gemeinsame Zubereiten, zum Beispiel eines Obst-Naturjoghurt, was Kindern viel mehr Spaß macht und den Genuss steigert. Im Übrigen können sie hierbei jede Menge über die einzelnen Lebensmittel erfahren.

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe, wie sie in zahlreichen Getränken, Süßigkeiten und Milchprodukten zu finden sind, gehören übrigens nicht oder nur als Ausnahme in die Kinderernährung. Wie Zucker fördern sie nur die Ausprägung des Süßgeschmacks der Kinder. (Stand: 1.11.2016)