Was ist Baby-led weaning und ist es für die Ernährung meines Kindes (6 Monate) geeignet?
Beim Baby-led weaning (BLW) – übersetzt: babygeführte Entwöhnung (von der Milchmahlzeit) – werden dem Säugling zum Start der Beikost zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat nicht die üblichen Babybreie angeboten, sondern stückige, weiche Lebensmittel. Beispielsweise gekochte Kartoffeln, weiche Nudeln oder Bananenstücke. Der Säugling soll so selbst Essen vom Familientisch nehmen und seine Auswahl treffen können. Im Internet findet man dazu eine breite Auswahl an Rezepten.
Verschiedene Fachverbände raten jedoch davon ab, ausschließlich mit Baby-led weaning zu starten. Dies wird einerseits damit begründet, dass eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen über BLW schwieriger sicherzustellen ist. Zudem müssen motorische Fähigkeiten wie Greifen und Schlucken von stückigen Lebensmitteln vorhanden sein, die bei manchen Kindern im Alter von 5 bis 7 Monaten noch fehlen. Im Gegensatz dazu wurde der Ernährungsplan, der die drei Breimahlzeiten beinhaltet, speziell für die Erfüllung der Nähstoffbedürfnisse der Säuglinge erarbeitet. So können Eltern sicher sein, dass ihr Kind ausreichend versorgt wird. Zudem wird auch beim Füttern mit Brei durch ein sensibles Wahrnehmen der kindlichen Hunger- und Sättigungszeichen durch die Eltern ein gesundes Essverhalten gefördert.
Baby-led weaning eignet sich jedoch gut als Ergänzung zu den Brei-Mahlzeiten. Der Säugling kann sowohl motorisch durch das Greifen von Lebensmitteln gefördert werden, als auch neue Texturen und Geschmäcker kennenlernen.
Wenn Sie ausschließlich Baby-led Weaning anwenden möchten, empfiehlt sich eine Beratung durch eine kinderärztliche Praxis.