Schreien Babys nachts oft, weil saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt?

Häufige Fragen

Dieser sogenannte Reflux, der sich insbesondere in den ersten Lebensmonaten meist durch vermehrtes Spucken, Speien oder Aufstoßen zeigt, beeinträchtigt in den meisten Fällen das Kind nicht. Wenn Ihr Kind allerdings zu vermehrtem Spucken neigt und nachts häufig aufwacht und schreit, kann das tatsächlich daran liegen, dass der Rückfluss von saurem Mageninhalt die Speiseröhre unangenehm reizt. Dazu kann es kommen, weil der untere Schließmuskel der Speiseröhre entwicklungsbedingt noch nicht vollständig schließen kann. Meistens hat das Baby jedoch einfach mit der Nahrung zu viel Luft aufgenommen, die sich so einen Weg nach außen bahnt. Unterstützen Sie das „Bäuerchen“, indem Sie Ihr Baby (mit Spucktuch) an Ihre Schulter lehnen, den Rücken streicheln und es noch eine Weile aufrecht tragen. Wenn das Kind mit der Flasche ernährt wird, kann es eventuell sinnvoll sein, Ihrem Kind häufiger und dafür mit kleineren Portionen spezielle Nahrung mit einem Eindickungsmittel zu geben. Dies sollte jedoch nur in Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt bzw. Ihrer Kinderärztin geschehen. Mit dem Eindicken will man versuchen, den Rückfluss aus dem Magen zu vermindern. Gleichzeitig sollten Sie aber auch darauf achten, dass das Kind während des Tages nicht zu viel Nahrung zugeführt bekommt, vor allem nicht noch zusätzlichen Tee. Ansonsten brauchen Sie Geduld, meist verbessert sich das Problem von selbst, wenn das Kind älter wird.