Unfallschwerpunkte 3 bis 5 Jahre

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Mit der zunehmenden Orientierung nach außen gewinnen Sport- und Freizeitunfälle, aber auch Verkehrsunfälle an Gewicht.

Kinderfahrrad auf Wiese © Corbis Images
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Logisches Denken: Grundlage für ein erstes Gefahrenbewusstsein

Im Alter zwischen drei und vier Jahren entwickelt ihr Kind immer mehr seine Fähigkeit zum logischen Denken, auch wenn dies noch lange nicht den Regeln der Erwachsenenlogik entspricht. Mit "Warum, wieso, wie, woher, wo, wann?" fragt es nun verstärkt nach den Hintergründen "seiner Welt". Gleichzeitig aber lebt es auch immer noch in seiner "magischen Welt", in der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie verwischen.

Mit der Entwicklung des logischen Denkens ist eine grundlegende Voraussetzung dafür geschaffen, dass Ihr Kind - ab etwa vier Jahren - in der Lage ist, ein erstes Bewusstsein für Gefahren zu entwickeln. Im gleichen Alter nimmt das Gedächtnis enorm zu, und Ihr Kind lernt, einfache Mengen- und Zeitbegriffe zu verstehen.

Neue Bewegungsfertigkeiten

Auch in seinen Körperbewegungen wird Ihr Kind nun immer geschickter. Auf dem Spielplatz, auf der Wiese, bei Spaziergängen im Park, Wald oder Feld lernt es, sich sicherer und geschickter zu bewegen und eignet sich weitere Bewegungsfertigkeiten an: vorwärts und rückwärts laufen, sich im Kreis drehen, klettern, hüpfen, über Pfützen springen, balancieren, Bälle werfen und sie fangen. Manche Kinder sind bereits ab vier Jahren in der Lage, das Fahrradfahren zu lernen.

Wichtige Entwicklungsschritte

3-4 Jahre

Das Kind kann sich alleine anziehen.Es entwickelt immer mehr die Fähigkeit zum logischen Denken, dennoch ist seine Welt immer noch "magisch".

ab 4 Jahre

Das Kind beginnt, ein erstes Bewusstsein für Gefahren zu entwickeln.

4-6 Jahre

Das Kind lernt Fahrrad zu fahren.

Unfallschwerpunkte im Alter von 3 bis fünf Jahren

Mit der Erweiterung des Aktionsradius verschieben sich auch die Unfallschwerpunkte:

  • Schwerwiegende Sturzunfälle im Haus passieren vor allem noch im Zusammenhang mit Treppen und Hochbetten.
  • Ab etwa vier Jahren rücken Freizeit- und Sportunfälle - vor allem mit Stürzen und Zusammenstößen - immer mehr in den Vordergrund.
  • Gleichzeitig steigt in diesem Alter die Verletzungsgefahr durch den zunehmenden Gebrauch von Geräten und Werkzeugen.
  • Solange das Kind noch nicht schwimmen kann, gehören Ertrinkungsunfälle immer noch zu den schwerwiegendsten Unfallrisiken.

Mit zunehmender Außenorientierung und Mobilität des Kindes rücken jetzt auch Verkehrsunfälle immer mehr ins Blickfeld. Kinder sind vor allem als Fußgänger oder mit dem Fahrrad daran beteiligt. Ein drei- bis vierjähriges Kind ist aufgrund seiner Entwicklung zum Beispiel noch nicht in der Lage Geschwindigkeiten, Entfernungen oder Höhen richtig einzuschätzen oder in Gefahrensituationen angemessen zu reagieren. Hier ist es immer noch auf Ihre vorsorgende und vorausschauende Umsicht und manche Vorsichtsmaßnahme angewiesen.