Ernährung in der Kita

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Das Essen zu Hause und in der Kita sollte sich sinnvoll ergänzen. Das erfordert klare Regeln und eine gutes Zusammenspiel aller Beteiligten.

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Erziehungskräfte und Eltern sind mit den Kindern gemeinsam für eine gesunde Ernährung verantwortlich

Spätestens, wenn ein Kind eine Tageseinrichtung besucht, sind die Eltern nicht mehr allein für seine Ernährung verantwortlich.
Um eine ausgewogene Ernährung gewährleisten zu können, müssen nun alle Beteiligten zusammenarbeiten und klare Regeln vereinbaren. 

Je nachdem, um welche Einrichtung es sich handelt und wie lange das Kind dort verweilt, unterscheiden sich auch die Verpflegungsbedürfnisse. So sollten folgende Punkte mit den Eltern geklärt werden:

  • Bringt jedes Kind ein eigenes Frühstück mit, oder bietet die Kita selber gemeinsame Frühstücke an?
  • Wird in einem festen Zeitrahmen gefrühstückt, oder wird ein offenes Frühstück angeboten?
  • Wird in Kleingruppen oder in der Großgruppe gefrühstückt?
  • Wie sollte ein mitgebrachtes gesundes Pausenbrot aussehen?
  • Wie wird mit Süßigkeiten, Kuchen und Ähnlichem umgegangen?
  • Wie sieht die Mittagsverpflegung aus? Wo wird der Wochen-Speiseplan ausgehängt?
  • Wie sollte ein mitgebrachter Nachmittagssnack aussehen? Oder welchen bietet die Kita an?
  • Wie sehen die Regelungen für Speisen an besonderen Festen und Geburtstagen aus?
  • Welche Getränke werden mitgebracht beziehungsweise vor Ort angeboten?
  • Werden nach den Mahlzeiten die Zähne geputzt?
  • Wie geht die Kita mit Kinder um, die aufgrund einer Lebensmittelallergie oder Neurodermitis oder aus religiösen Gründen anders essen?
  • Welche Tischregeln gelten in der Kita?

In der Praxis ist eine gemeinsame Festlegung und konsequente Einhaltung der unterschiedlichen Vorstellungen und Regeln innerhalb des Kita-Teams bzw. zwischen Kita-Fachkräften und Eltern oft nicht einfach. Hier können neutrale Fachleute der Ernährungsberatung von außen oft einfacher Empfehlungen aussprechen und helfen, Kompromisse zu finden.

Doch nicht nur das Was, auch das Wie sollte bei den gemeinsamen Überlegungen zum Essen zur Sprache kommen. Denn auch, was die Freude, das Interesse und die Mitverantwortung des Kindes in Sachen Essen betrifft, übernimmt die Kita eine wichtige Rolle. Die Kinder sollten zum Beispiel Gelegenheit bekommen, das Essen mitzuplanen und bei der Arbeit zu helfen: Sie dürfen ab und zu bestimmen, welche ihrer Lieblingsmahlzeiten mittags serviert wird, oder beim Zubereiten kleiner Speisen aktiv mithelfen – sie sind mitverantwortlich. Sie basteln die Dekoration, decken und räumen die Tische ab oder singen ein Lied zu Beginn des Essens. So wird das Essen zu einer gemeinsamen Sache, die allen Spaß macht und an dessen Gelingen jeder seinen Anteil hat.

Das beste Kita-Brot zum Mitnehmen: lecker, interessant und selbst gemacht

Die Größe des zweiten Frühstücks richtet sich danach, wie üppig das erste Frühstück zu Hause ausfällt. Wenn das zweite Frühstück nicht von der Einrichtung organisiert wird, muss hier also die Familie für eine ausgewogene Pausenmahlzeit sorgen. Diese gibt dem Kind den Energieschub für die zweite Morgenhälfte. 

Da das zweite Frühstück lediglich die Zeit bis zum Mittagessen überbrückt, sollte es jedoch nicht zu groß ausfallen. Das Kind fühlt sich sonst entweder überfordert, so viel zu essen, oder es isst dann auch tatsächlich einfach zu viel. 

Schöne Brotdosen, in denen das Pausenbrot appetitlich angerichtet ist, machen Kindern sicherlich besonders viel Lust auf den Inhalt. Und damit es auch wirklich schmeckt, sollten man wissen:

  • Vollkornbrote halten länger satt und versorgen das Kind mit reichlich Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen für den langen Tag. 
  • Die Brote schmecken besonders frisch, wenn sie mit Salatblättern oder Gurkenscheiben belegt werden. 
  • Als Belag eignen sich Frischkäse, Quark, magere Wurst, Käse, Brotaufstrich oder Bananenscheiben.
  • Beliebt sind auch kleine Cocktailtomaten, Paprikastreifen, Karotten- und Obstwürfel und Zwieback.
  • Natürlich darf auch ab und zu eine kleine Überraschung nicht fehlen: ein wenig Studentenfutter (für Kinder über 3 Jahre), eine Luftschlange, ein Klebebild oder eine lustige Serviette.

Kinder sollten nach und nach immer mehr mitbestimmen dürfen, was und wie viel in ihre Pausenbrotdose kommt. Dabei kann es Brote und Gemüsestifte schon bald selbst zubereiten und sollte dies auch tun. Schokoriegel, Kekse, Joghurtprodukte mit viel Zucker und Bonbons haben allerdings nichts in der Pausenbrotdose zu suchen.

Das zweite Frühstück in der Einrichtung: gesund und spaßig soll es sein

Einige Tageseinrichtungen organisieren das zweite Frühstück für die Kinder selbst. Geeignet für ein gesundes zweites Frühstück sind:

  • Frisches Obst (zum Beispiel Obststücke, Obstsalat, Obstspieße),
  • Gemüse (zum Beispiel kleine Tomaten, Gemüsestifte),
  • kleine Milchspeisen (zum Beispiel Milch-Obst-Shakes, Kräuterquark, Naturjoghurt mit Obst, Obstquark, Milchreis usw.), 
  • Getreideprodukte wie Brot oder Brötchen, möglichst aus Vollkorn, sowie Haferflocken, Cornflakes und Müsli ohne Zucker,
  • Brotbeläge wie Margarine oder Quark mit Marmelade, Frischkäse, Schnittkäse und ab und zu Nussnugatcreme oder Erdnussbutter,
  • Getränke, wie zum Beispiel Leitungs- und Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetee.

Auch hier sollten die Kinder aktiv sein und dazulernen können: Sie füllen die Getränkebecher für andere Kinder, bestreichen sich selbst die Brote, nehmen sich ihre Portion aus den Schüsseln und tragen nachher das gebrauchte Geschirr in die Küche. Und was noch viel wichtiger ist: Kinder lieben das Essen mit anderen Kindern. Hier wird geredet, gelacht, sich wohl gefühlt und viel Neues entdeckt. Tischregeln, das Gewöhnen an unbekannte Lebensmittel und der Genuss beim Essen – all dies lernt sich so ganz spielerisch wie von selbst. Die Erzieher und Erzieherinnen übernehmen hier als Vorbilder für die Kinder eine ganz wichtige Rolle.

Das Mittagessen bestimmt die Ernährung des restlichen Tages

Die meisten Kinder haben besonders mittags großen Hunger und lieben es, etwas Warmes zu essen. Viele Einrichtungen bieten daher ein warmes Mittagessen an. 

Achten Sie bei der Auswahl der Speisen für den Wochenplan auf die Empfehlungen für eine ausgewogene Kinderernährung. Die angebotenen Essens- und Energiemengen pro Kind sollten nicht zu hoch sein, die Nährstoffqualität allerdings schon. Fleischgerichte können nach Wunsch so oft angeboten werden wie empfohlen, Gemüse-Rohkost so viel wie möglich. Ein Ausgleich kann auch durch die Mahlzeiten zu Hause stattfinden. Bieten Sie in der Kita bevorzugt als Zwischenmahlzeiten zum Beispiel Gemüsestifte mit leckeren Dips oder Vollkornknäckebrot mit Frischkäse und Obst an.

Die Informationen, was ein Kind in der Kita gegessen hat, können für Eltern sehr hilfreich sein. Gab es zum Beispiel mittags Fleisch, kann es abends zu Hause eher etwas ohne Fleisch oder Wurst geben, beispielsweise ein Brot mit Käse und Rohkost. Sind Gemüse und Salat am Mittag zu kurz gekommen, kann dies mit dem Abendessen ebenfalls ausgeglichen werden. Wurde in der Einrichtung ein Kindergeburtstag mit Kuchen gefeiert, bietet sich als Abendessen eher etwas Kleines an, zum Beispiel ein Joghurt oder Obstsalat. Wenn die Eltern abends für sich und den Rest der Familie warm kochen möchten, könnte die Mahlzeit des Kindes hier schwerpunktmäßig Gemüse enthalten.

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