Schlafstörungen frühzeitig erkennen

Schlafstörungen von Kindern bleiben von den Eltern oft lange unerkannt. Sie sind unsicher, ob die unruhigen Nächte nicht doch noch normal sind.

Beobachten Sie das Tagesverhalten Ihres Kindes

Schlafstörungen gehen fast immer mit einem veränderten Verhalten des Kindes am Tag einher. Die Auswirkungen auf das Tagesverhalten und die Stimmung des Kindes können jedoch je nach Art der Störung und je nach Kind und Alter sehr unterschiedlich sein. Wenn ein Kind tagsüber meist müde ist, als Kleinkind quengelt und zur Weinerlichkeit neigt oder als Schulkind Schwierigkeiten hat, aufmerksam zu sein und sich zu konzentrieren, können dies deutliche Zeichen sein, dass es nachts zu wenig Schlaf bekommt. Besonders im Schulalter, aber auch bereits während der Kitazeit, kann umgekehrt ein gesteigerter Bewegungsdrang (vor allem wildes Toben, nicht still sitzen können) bis hin zur Hyperaktivität auf Schlafstörungen hindeuten.

Einschlafprobleme im Kleinkind- und Grundschulalter treten häufig zusammen mit emotionalen Problemen auf. Oft, aber nicht immer, merkt man diesen Kindern die Belastungen auch tagsüber an. Sie wirken vielleicht niedergeschlagen oder zeigen andere auffällige Verhaltensweisen, wie Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Kindern oder ausgeprägte Trennungsprobleme. Beobachten Sie Ihr Kind genau und gehen Sie zum Kinderarzt oder zur Kinderärztin, wenn Sie sich Sorgen machen und Ihnen sein Verhalten auffällig oder sehr unausgeglichen vorkommt.

Halten Sie Rücksprache mit Betreuungspersonen

Besonders deutlich zeigt sich der Schlafmangel oft am Vormittag: Die Kinder sind unkonzentriert und schlafen manchmal sogar ein. Die Eltern können solche Symptome oft gar nicht wahrnehmen, weil ihre Kinder um diese Zeit in der Kindertagesstätte oder in der Schule sind. Wenn Sie regelmäßig Rücksprache mit den Betreuungspersonen oder Lehrkräften Ihres Kindes halten und sich nach dessen Verhalten in der Einrichtung erkundigen, kann Ihnen das wertvolle Hinweise auf eventuelle Schlafprobleme Ihres Kindes liefern.

Erkennen Sie Hinweise auf sich anbahnende Schlafstörungen

Die meisten Schlafstörungen entstehen nicht von heute auf morgen, sondern bahnen sich langsam an und verfestigen sich dann. Wenn Sie etwa merken, dass Sie stets besonders viel Zeit dafür aufwenden, Ihrem sieben-, achtmonatigen Kind beim Einschlafen zu „helfen“, Ihr Kind auch als Kleinkind regelmäßig nachts aufwacht, ohne wieder selbstständig einzuschlafen, oder das Zubettgehen abends immer wieder mit allen Mitteln hinauszögert, können dies Hinweise auf sich anbahnende Schlafstörungen sein. Sie sollten vor allem dann beachtet werden, wenn das Schlafverhalten Ihres Kindes Sie selbst oder die gesamte Familie belastet und um den notwendigen Schlaf bringt. Sind solche Schlafprobleme erst einmal erkannt, können sie in der Regel gelöst werden, bevor sie sich verfestigen und möglicherweise weitere Probleme nach sich ziehen. (Stand: 31.07.2015)

 
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