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Aktiv sein geht überall

Es gibt so viele Orte, wo Eltern und Kinder ohne großen Aufwand täglich aktiv sein können: in der Natur, der Wohnung, auf Plätzen, im Innenhof, auf dem Schulhof, in der Turnhalle, im Sportverein, auf dem Weg zu Kita und Schule usw.

Gruppe Kinder auf dem Spielplatz
© Hero Images / Getty Images

Zuhause in Bewegung kommen

Zu Hause gibt es viele Möglichkeiten, mit Ihrem Kind in Bewegung zu bleiben. Wenn Sie ganz selbstverständlich Aufzüge links liegen lassen und mit Ihrem Kind die Treppen benutzen, fördert es Ausdauer und Muskulatur Ihres Kindes. Wenn Ihr Kind beim Aufräumen oder Staubsaugen hilft, zahlt auch das ganz selbstverständlich auf sein Bewegungskonto ein.

Nahezu jedes Möbelstück eignet sich für eine kleine Bewegungsübung. Ob Stuhl oder Hocker: Hier können alle Familienmitglieder ausprobieren, wer es schafft, sich zehnmal fast hinzusetzen, ohne den Sitz zu berühren und wieder aufzustehen. Die Erwachsenen dabei zu überflügeln weckt den Ehrgeiz vieler Kinder. 

Ganz einfach mit Kissen auf dem Boden kann ein Parcours gebaut werden, über den gesprungen wird. So kommt man nicht nur auf dem Spielplatz oder in der Turnhalle, sondern auch zu Hause leicht ins Schwitzen.

Und wenn ein Platz für einen Heimtrainer, ein Laufband oder Rudergerät gefunden wird, ist das Ausdauertraining garantiert.

Mehr Bewegung vor der Haustür

Direkt vor dem eigenen Wohnhaus finden sich in der Regel einige sportliche Gelegenheiten für die ganze Familie. Oft gibt es in der Nähe einen Bereich, in dem keine Autos fahren und das Ballspielen erlaubt ist: auf dem Hof, dem kleinen Platz oder dem Grünstreifen. Wenn das Fußballspielen auf diesen Plätzen verboten ist können stattdessen ein Softball- oder ein Federballspiel ausprobiert werden. Viele Parks oder Spielplätze haben auch eine Tischtennisplatte. 

Draußen vor der Tür, in Grünanlagen und auf breiten Bürgersteigen können Sie mit Ihrem Kind auch körperliche Übungen machen wie einfache Yoga-Übungen und Dehnungen.

Auch ein Einkauf kann Ihnen und Ihrem Kind gesunde Bewegungseinheiten verschaffen, wenn Sie zu Fuß gehen und gemeinsam Taschen oder Tüten nach Hause tragen. Das kräftigt die Muskulatur und macht Kindern oft mehr Spaß als im Auto zu sitzen. Überhaupt sammeln Sie bereits viel Bewegungszeit, wenn Sie Ihr Kind daran gewöhnen, sich mit der Kraft des eigenen Körpers fortzubewegen – zu Fuß, mit Laufrad, Fahrrad oder Roller.

Gut zu wissen

Bitte beachten Sie, dass Sport und Spiel auf normalen Straßen wegen der Unfallgefahr verboten sind. Auf Straßen, die verkehrsberuhigt (blaues Schild mit PKW, Haus, Fußgänger und Kind) sind, haben Fußgänger und Fahrzeuge die selben Rechte. Kinder dürfen dort spielen, Autos müssen Schrittgeschwindigkeit fahren.
Eine Spielstraße (rotweißes Verbotsschild plus spielendes Kind) gehört allein den Kindern und Fußgängern, jeglicher Verkehr (auch Fahrradfahren) ist komplett verboten.

Zeit für eine Bewegungspause in der Schule

Schülerinnen und Schüler verbringen sehr viel Zeit auf ihrem Stuhl sitzend. Nur in der Pause, im Sportunterricht oder zwischen den Stunden gibt es Gelegenheiten zur Bewegung. Wie kann ein Schultag aktiver gestaltet werden? Das kann bereits beim Hinweg anfangen! Wenn es passt, sollte Ihr Kind zu Fuß zur Schule gehen und sich dabei mit Mitschülerinnen oder Mitschülern zusammentun. Längere Schulwege können mit dem Roller oder dem Fahrrad zurückgelegt werden. Bitte immer an den Helm denken!

In der Pause ist viel Platz auf dem Schulhof, um sich je nach Interesse und Alter zu bewegen. Ein Fußball, zwei Rucksäcke als Pfosten auf den Boden oder ein Tor mit Kreide an eine Mauer gemalt – fertig ist der Fußballplatz! Ein Seil eignet sich zum Seilspringen. Mit Straßenkreide lässt sich rasch ein Hüpf-Parcours auf den Boden malen. So wird mit wenig Aufwand aus der Schulpause eine Bewegungspause.

Bewegung in Parks und Wäldern

Wenn es in Ihrer Nähe einen Park mit Bäumen oder einem Wald gibt, können Jugendliche Sportart Slacklining ausprobiert werden: Dabei wird ein spezielles Band zwischen zwei Baumstämme gespannt und darauf dann balanciert. Ideal, um das Gleichgewicht zu trainieren und einfach ein bisschen Spaß zu haben. In manchen stadtnahen Wäldern und Parks sind eigene Parcours für Mountain- und X-Cross-Bikes eingerichtet.

Inzwischen gibt es an vielen Orten Fitnessparks im Freien – dazu zählen Tischtennisplatten genauso wie Plätze für Basketball oder Fußball sowie klassische Sport- oder Trimm-dich-Geräte für Alt und Jung.

Egal ob mit dem Skateboard, dem Scooter oder Inlinern, skaten in einem Skatepark oder auf einer Spielstraße macht Spaß und hält fit! Und zwar immer mit der richtigen Sicherheitsausrüstung (Helm, Handschoner, Gelenkschoner etc.).
Mit Kindern macht ein selbst gebauter Parcours jede Menge Spaß. Der Parcours besteht zum Beispiel aus: Ästen, über die man springen oder unter denen man hindurch kriechen muss; Laub, über das man schleicht, eine Decke für eine Rolle vor- oder rückwärts, ein Balancier-Baumstamm oder eine Leine (zur Kurve ausgelegt) und so weiter.

Spaß am See oder im Schwimmbad

Vielleicht befindet sich ein See oder ein Schwimmbad in Ihrer Nähe. Nutzen Sie es mit der ganzen Familie, wenn es warm genug ist. Aber Achtung: Schwimmen sollte natürlich jedes Familienmitglied gelernt haben! Mit den Freunden und Freundinnen kann Wasserball gespielt werden oder, wenn es angeboten wird, ein Stand-Up Paddleboard (SUP) ausgeliehen werden. Oft gibt es an Bade- oder Baggerseen und in Freibädern auch Sandplätze, um Volleyball- oder Federballmatches auszutragen. 
Der See oder das Freibad eignen sich auch dazu, einfach mal zu entspannen. Dabei ist der Sonnenschutz wichtig: Möglichst im Schatten liegen, immer auf ausreichend Sonnencreme achten und beim Sport eine Kopfbedeckung und ein T-Shirt tragen.

Der Berg ruft

Einen Berg oder einen Hügel zu besteigen, klingt erst mal anstrengend. Doch es lohnt sich: Am Ende einer Wanderung wartet die Aussicht über das Tal. Nicht vergessen: auf feste Schuhe achten! Flip-Flops oder Badelatschen sind bei Wandertouren keine gute Idee. Viele Touren sind für Anfängerinnen und Anfänger ausgelegt, bei Klettersteigen muss Bergerfahrung vorhanden sein.
Oft gibt es auch eine Berghütte für eine leckere Brotzeit. Oder Sie haben Proviant mit und machen an einem schönen Platz eine gemütliche Picknickpause. Bestens gestärkt und ausgeruht kann der Abstieg bzw. der Rückweg beginnen.

Digitale Bewegungsangebote

Manchmal fehlt für Bewegung und Sport im Freien, im Studio oder im Verein die Zeit, das Geld, vielleicht auch die Lust. Auch schlechtes Wetter hält manch einen davon ab, draußen aktiv zu sein. 
Online-Angebote wie App oder Fitness-Videos können helfen. Mit diesen Angeboten ist es ganz einfach, drinnen oder ohne festes Kursangebot in Bewegung zu kommen – und das fast jederzeit. Allerdings gibt es dabei auch einiges zu beachten. 
Achten Sie auf Qualität, z. B. in dem Sie den Angeboten von ausgebildeten Trainerinnen oder Trainern folgen, beispielsweise bei Workouts von Sportvereinen. Vergleichen Sie auch die Preise und Vertragsbedingungen von Kursangeboten. Apps zeigen durch ein Siegel, dass sie geprüft, gut und sicher sind, zum Beispiel vom TÜV oder der Stiftung Warentest.

Wo digitale Bewegungsangebote zu finden sind

Nutzen Sie die vielfältigen Angebote im Internet, um in Bewegung zu kommen:

  • Die „BewegungsLandkarte“ (BeLa) des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB): Eine Datenbank zur Suche nach Vereinen und Sportangeboten in der Nähe.
  • Online Kursangebote der Krankenkassen
  • Sportvereine & Verbände: Viele bieten auf ihren Webseiten Kurse, Livestreams oder Übungsvideos an, oft auch für Kinder.
  • Video-Plattformen: Auf YouTube finden sich unzählige Kanäle mit Fitness-Workouts, Yoga, Tanzkursen und mehr (z. B. „Fit mit den Kindern“, „Tanzen mit Kindern“).
  • Apps: Fitness-Apps (z. B. „Freeletics“, „Nike Training Club“) oder spezielle Kinder-Apps mit spielerischen Elementen.
  • Fitness-Uhren oder -Armbänder
  • Spielekonsolen: Interaktive Spiele wie „Nintendo Switch Sports“ integrieren Bewegung spielerisch.
  • Unterwegs sein mit Geocaching: Moderne Schatzsuche überall.
  • Webseiten zur Gesundheitsförderung: Angebote für Senioren oder spezifische Zielgruppen (z. B. „Gesund aktiv älter werden

Bewegungsangebote im Verein

Einer der beliebtesten Ort für Kinder und Jugendliche Sport zu treiben ist der Verein – und das mit gutem Recht. Neben der körperlichen und seelischen Gesundheit fördert der Vereinssport auch die soziale Entwicklung Ihres Kindes. Egal ob in der Sport- oder Schwimmhalle oder auf dem Fußballfeld – gemeinsames Sporttreiben stärkt das Zugehörigkeitsgefühl und den Teamgeist.
Von Badminton, Fechten oder Fitnesskurse bis Tanzen, Hallenhockey oder Volleyball findet Ihr Kind sicher etwas, dass ihm Freude an Bewegung bereitet.
Die Bewegungslandkarte des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) bietet Ihnen und Ihren Kindern eine Vielzahl an Bewegungs- und Sportangeboten in Ihrer Nähe.