Warum Bewegung für Kinder so wichtig ist
Regelmäßige Bewegung und Sport machen fit, fördern die Gesundheit, heben die Lebensqualität und gleichen Stress aus.
Bei Kindern und Jugendlichen fördert Bewegung beim Sport und in der Freizeit eine gesunde Entwicklung. Sie verletzen sich dann seltener und haben Erfolgserlebnisse. Studien konnten sogar nachweisen, dass Bewegung schlau macht: Kinder, die sich viel bewegen, können sich besser konzentrieren. Und: Sport im Team stärkt den Teamgeist und hilft Kindern und Jugendlichen, auch mit Niederlagen umzugehen.
Bewegung kann aber noch viel mehr: Sie unterstützt die Behandlung von chronischen Erkrankungen wie Asthma, Depressionen, ADHS oder Diabetes Typ 2. Und wer regelmäßig aktiv ist, verbessert die Ausdauer und baut Muskulatur auf. Dadurch sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Täglich viel Bewegung
Kinder können so viel rennen und toben, wie sie mögen. Für gesunde Kinder und Jugendliche gibt es keine obere Grenze. Doch wie viel Bewegung in Freizeit, Kita, Schule oder Alltag sollte es mindestens sein? Das ist je nach Alter des Kindes unterschiedlich – Hauptsache täglich!
- 0 bis 3 Jahre: So viel Bewegung wie möglich. Wichtig für Eltern: Schränken Sie den natürlichen Bewegungsdrang des Kindes nicht ein. Das Kind soll sich so oft wie möglich bewegen können – achten Sie dabei auf eine sichere Umgebung. Der Kinderautositz oder der Kinderwagen werden zum sicheren Transport genutzt, der Hochstuhl beim Essen. Länger als notwendig sollten Kinder darin nicht sein, denn sie schränken ihre Bewegung ein.
- 4 bis 6 Jahre: 3 Stunden und mehr: So viel Bewegung wie möglich, gerne ergänzt durch Sport im Verein oder Übungen mit den Bezugspersonen. Darin enthalten sind auch Bewegungszeiten in der Kita oder Sportstunden im Verein.
- 7 bis 18 Jahre: 1,5 Stunden und mehr: Eine halbe Stunde davon sollte anstrengende Bewegung sein, bei der das Kind oder der/die Jugendliche aus der Puste kommt – zum Beispiel schnelles Radfahren oder Laufen. An zwei bis drei Tagen in der Woche kommen dazu Übungen für Kraft und Ausdauer, beispielsweise Judo oder Ballsport.
Sitzen – je weniger, desto besser!
Ob in der Schule oder im Büro – unseren Alltag verbringen wir zunehmend im Sitzen. Um körperlichen und psychischen Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Körperfehlstellungen und Burnout vorzubeugen, sollten lange Sitzzeiten alle 20 Minuten durch Bewegung unterbrochen werden. Auch durch regelmäßiges Verändern der Sitzposition, Balancekissen und Entspannungsübungen können gesundheitliche Risiken reduziert werden. Die Sitz-Checkliste für junge Leute oder die Sitz-Checkliste für Erwachsene helfen dabei, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren und weniger zu sitzen.
Quellen
Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bewegungsförderung bei Kinder und Jugendlichen in Deutschland – Bestandsaufnahme (Kurzversion) (2022). Zugriffsdatum: 22.3.2026
IN FORM. Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, Bewegung kann Medikamente ersetzen (2025). Zugriffsdatum: 22.3.2026
Köble K et al., Better Cardiopulmonary Fitness Is Associated with Improved Concentration Level and Health-Related Quality of Life in Primary School Children (2022). Zugriffsdatum: 22.3.2026
Rütten A, Pfeiffer K, Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (2016). Zugriffsdatum: 22.3.2026

















