So kommen Kinder und Jugendliche in Bewegung
Regelmäßige Bewegung kann zur Alltagsgewohnheit in Ihrer Familie werden. Mit diesen Tipps können Sie es schaffen.
Damit mehr Bewegung zur Gewohnheit wird, braucht es seine Zeit. Aber je fitter Sie und Ihr Kind werden, desto leichter fällt Bewegung.
Acht Tipps, um Ihre Familie in Bewegung zu bringen
- Regelmäßig: Ein guter Anfang sind ein- bis zweimal pro Woche eine halbe Stunde Sport und möglichst viele Wege zu Fuß zu gehen, Treppen zu steigen oder mit dem Rad zu fahren. Langsam werden erst die Bewegungszeit und dann auch die Intensität gesteigert.
- Motivieren: Motivieren Sie Ihr Kind, sich zu bewegen. Das geht am besten gemeinsam. Machen Sie aus Ausflügen ein besonderes Ereignis, z. B. eine Radtour zu einem besonderen Spielplatz oder eine Nachtwanderung mit Taschenlampen. Für Familien gibt es in Vereinen, Familienzentren oder Gemeinden oft Eltern-Kind-Angebote.
- Spaß vermitteln: Überlegen Sie gemeinsam, welche Sportarten oder Freizeitangebote es gibt, die Ihr Kind gerne mag, und probieren Sie sie aus. Wichtig: Es kommt auf den Spaß und nicht die Höchstleistung an. Wie wäre es z. B. mit Kinderturnen? Hüpfen, Laufen, Springen, Balancieren, Werfen – Turnen ist sehr vielseitig und jeder kann mitmachen.
- Begleiten: Tragen Sie den Sporttermin fest in den Familienkalender ein. Begleiten Sie Ihr Kind zum Sport, machen Sie Fotos, loben Sie seine Erfolge. Auch größere Kinder und Jugendliche freuen sich über Lob und Unterstützung.
- Gemeinsam: In Gemeinschaft fällt der erste Schritt leichter: Verabreden Sie sich mit anderen Familien, z. B. zum Fußball- oder Volleyballspielen, zum Schwimmen oder zum Tischtennis im Park.
- Im Austausch: Wenn Sie keine Möglichkeit haben, Ihr Kind zum Sport zu begleiten oder zu bringen, dann fragen Sie andere Eltern, ob sie Ihr Kind mitnehmen.
- Dran bleiben: Verzagen Sie nicht, wenn Ihr Kind mal keine Lust hat. Oder wenn es nach kurzer Zeit frustriert ist. Die empfohlene Bewegungszeit ist nur ein Richtwert. Jede Minute in Bewegung zählt und ist besser als keine Bewegung. Bleiben Sie einfach dran.
- Offen für Neues: Heutzutage gibt es viele trendige Sportarten, die Kindern und Jugendlichen Spaß machen, z. B. Hip Hop, Streetdance oder Rope-Skipping. Seien Sie offen dafür, wenn Ihr Kind Interesse daran hat, und erkundigen Sie sich nach Angeboten an Ihrem Wohnort.
Quellen
Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Bewegungsförderung bei Kinder und Jugendlichen in Deutschland – Bestandsaufnahme (Kurzversion) (2022). Zugriffsdatum: 11.6.2026
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (Hg.). Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (2017). Zugriffsdatum: 11.6.2026
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e. V. (BVKJ), Übergewicht (Fettsucht-Adipositas) Tipps für Eltern. Zugriffsdatum: 11.6.2026
Tandon P. S. et.al. Parent-Child association in physical activity and sedentary behaviour (2017). Zugriffsdatum: 11.6.2026













