Webanalyse / Datenerfassung

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Wie viel Bewegung ist gut?

Je nach Altersspanne gibt es Empfehlungen, wie viel tägliche Bewegungszeit mindestens erreicht werden sollen.

Familie wandert
© goodluz - stock-adobe.com

Darum tut Bewegung der ganzen Familie gut

Nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene profitieren von regelmäßiger Bewegung. Welche und wie viel Bewegung gut tut, zeigt das Bewegungsdreieck. Es enthält Empfehlungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Bei der Umsetzung der Empfehlungen können Sie als Eltern oder Bezugsperson nicht nur sich und Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun, Sie motivieren damit auch Ihren Nachwuchs, über den Tag hinweg aktiv zu sein. 
Von großem Vorteil ist es, wenn Erwachsene ihren Kindern oder Jugendlichen Bewegung und körperliche Aktivität vorleben. Körperliche Bewegung kann so als natürliche Ressource eines jeden Menschen wiederentdeckt werden.

Bewegung: nach oben keine Grenze

Kinder können so viel rennen und toben, wie sie mögen. Für gesunde Kinder und Jugendliche gibt es keine obere Grenze. Doch wie viel Bewegung in Freizeit, Kita, Schule oder Alltag sollte es mindestens sein? Hier eine Orientierung für verschiedene Altersstufen:

  • 0 bis 3 Jahre: So viel Bewegung wie möglich. Wichtig für Eltern: Schränken Sie den natürlichen Bewegungsdrang des Kindes nicht ein. Das Kind soll sich so oft wie möglich bewegen können – achten Sie dabei auf eine sichere Umgebung. Der Kinderautositz oder der Kinderwagen werden zum sicheren Transport genutzt, der Hochstuhl beim Essen. Länger als notwendig sollten Kinder darin nicht sein, denn sie schränken ihre Bewegung ein.
  • 4 bis 6 Jahre: 3 Stunden und mehr: So viel Bewegung wie möglich, gerne ergänzt durch Sport im Verein oder Übungen mit den Bezugspersonen. Darin enthalten sind auch Bewegungszeiten in der Kita oder Sportstunden im Verein.
  • 7 bis 18 Jahre: 1,5 Stunden und mehr: Eine halbe Stunde davon sollte anstrengende Bewegung sein, bei der das Kind oder der/die Jugendliche aus der Puste kommt – zum Beispiel schnelles Radfahren oder Laufen. An zwei bis drei Tagen in der Woche kommen dazu Übungen für Kraft und Ausdauer, beispielsweise Judo oder Ballsport.

Was zählt alles zur Bewegungszeit?

Bewegung im Alltag
Sich bewegen: Das muss nicht unbedingt immer Sport sein. Auch Bewegung im Alltag gehört dazu – z. B. zu Fuß zur Kita, zur Schule, zum Einkaufen, zu Freundinnen und Freunden gehen oder dafür das Rad oder den Roller nutzen. Mit dem Hund nach draußen gehen oder körperlich aktive Mithilfe in Haushalt und Garten zählen auch dazu.

Bewegung in der Freizeit
Draußen toben, Fußballspielen auf dem Bolzplatz, Skateboard fahren, Ballspielen oder am Wochenende mit der Familie schwimmen gehen, sind Beispiele und bieten gute Gelegenheiten auch zur anstrengenden Bewegung.

Sport im Verein, in der Schule oder auch im Sportstudio
Fußballspielen, Tanzen, Gymnastik, Schwimmen – Vereine bieten viele verschiedene Sportarten, die auch gerne intensiv betrieben werden können. Da können Kinder und Jugendliche ausprobieren, was ihnen gefällt. Gemeinsamer Sport in einer Gruppe bringt Spaß und das motiviert, dabei zu bleiben. 

Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bewegungsförderung bei Kinder und Jugendlichen in Deutschland – Bestandsaufnahme (Kurzversion) (2022). Zugriffsdatum: 22.3.2026

Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), Bewegungsempfehlungen (2026). Zugriffsdatum: 22.3.2026

Rütten A, Pfeiffer K, Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (2016). Zugriffsdatum: 22.3.2026

Schmiade, N., & Mutz, M., Sportliche Eltern, sportliche Kinder. Die Sportbeteiligung von Vorschulkindern im Kontext sozialer Ungleichheit. Sportwissenschaft, 42(2), 115-125 (2012). Zugriffsdatum: 22.3.2026

Weltgesundheitsorganisation (WHO), WHO Guidelines on physical Activity and sedentary behaviour (2020). Zugriffsdatum: 22.3.2026