Gute Voraussetzungen für die Nacht

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Eigenständigkeit und genügend Spielraum für eigene Erfahrungen am Tag stärken die Selbstsicherheit eines Kindes. Und damit lässt sich meist beruhigt einschlafen.

Vater und Kinder sitzen im Bett
© Corbis Images

Eigenständigkeit und Sicherheit am Tag stärken auch für die Nacht

Kinder, die tagsüber in ihrer Eigenaktivität unterstützt werden und Nähe und Schutz erfahren, wenn sie danach suchen, gewinnen eher das notwendige Selbstvertrauen, das auch „stark“ für die Nacht macht. Gerade Kleinkinder haben noch ein starkes Bedürfnis nach Nähe und brauchen bei ihren eigenständigen Unternehmungen immer wieder die Bestätigung, dass sie sich geborgen und sicher fühlen können. Ein Kind, das tagsüber die Erfahrung macht, dass es sich auf die Nähe und den Schutz der Eltern verlassen kann und gleichzeitig – ohne Drängen – dazu ermuntert und ermutigt wird, Neues zu entdecken, entwickelt allmählich ein Gefühl von Tüchtigkeit und gewinnt Selbstvertrauen. Wenn Sie Ihr Kind am Tag darin unterstützen, sich selbst auszuprobieren, und ihm die Nähe bieten, die es hierfür braucht, bildet dies zusammen eine gute Grundlage auch für den nächtlichen Schlaf. Denn beides ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich ein Kind auch in der Nacht weniger schnell verlassen fühlt und lernt, eigenständig wieder einzuschlafen. Natürlich können auch Kinder, die tagsüber schon sehr eigenständig sind, am Abend und in der Nacht besonders anhänglich sein. Haben Sie Geduld. Zeigen Sie Ihrem Kind vor dem Schlafengehen noch einmal ganz intensiv, dass es sich geliebt und geborgen fühlen kann.

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Einschlafen: Leichter zur Ruhe finden

Spielen nach Lust und Laune, Regelmäßigkeiten im Tagesablauf und die sichere Gewissheit von Nähe und Zuwendung der Eltern erleichtern das kindliche Einschlafen.

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Ausgelastete Kinder schlafen besser

Anregung und Spielraum für eigene Erfahrungen, vor allem aber viel Bewegung an der frischen Luft sorgen für einen angenehmen Erschöpfungszustand - für Kinder das beste "Schlafmittel". Auch wenn der Bewegungsdrang von Kind zu Kind unterschiedlich groß ist, braucht jedes Kind sein Maß an Bewegung, das es irgendwann am Tag auch ausleben muss - am besten draußen. Dies ist bei so gut wie jedem Wetter möglich, Hauptsache, die Kleidung stimmt!

Aber nicht nur der Körper will tagsüber gefordert werden: Kinder benötigen auch Beschäftigung, die ihr Denken fordert, und ein anregendes Miteinander. Natürlich können sie sich mit zunehmendem Alter auch ab und zu selbst beschäftigen - wichtig ist, dass ihnen ausreichend Raum und Möglichkeiten zum Spielen zur Verfügung stehen. Dann sind sie abends zufrieden und müde - die beste Voraussetzung, um entspannt einschlafen zu können.

Gewohnte Abläufe helfen auch beim Zubettgehen

Feste Strukturen und Routinen empfinden Kinder nicht als lästig, sondern im Gegenteil als entlastend. Ein regelmäßiger Tagesablauf mit einigermaßen festen Zeiten für Essen und Spielen, Toben und Schlafen bietet Kindern eine hilfreiche Orientierung. Denn gewohnte Abläufe geben Kindern die Möglichkeit, sich auf das einzustellen, was sie erwartet – gerade auch auf das Zubettgehen und Einschlafen. So werden sie nicht "plötzlich" ins Bett geschickt, sondern allein schon durch den Ablauf auf das Schlafen eingestimmt. So mancher abendliche Konflikt um das Zubettgehen lässt sich hierdurch vermeiden.

Natürlich sind Ausnahmen - zum Beispiel am Wochenende oder im Urlaub - immer möglich und bringen nicht gleich alles aus dem Rhythmus. Kinder verkraften es durchaus, wenn die Dinge jenseits des Alltags auch mal anders laufen. Allerdings braucht es dann manchmal schon einige Tage der Umgewöhnung, will man zum Beispiel nach einem Urlaub wieder zum Alltagsrhythmus mit seinen festen Schlafenszeiten zurückfinden.

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Praktische Tipps für eine gute Nacht (1-6 Jahre)

Ein anregender Tag mit viel Spiel und Bewegung sind die beste Voraussetzung für einen guten Schlaf. Tipps in einer anschaulichen Grafik.

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Einschlafrituale erleichtern den Start in die Nacht

Kindern fällt es oft schwer, von der aufregenden Welt des Tages Abschied zu nehmen. Da hilft ein Einschlafritual, das zur Ruhe kommen lässt und dem Kind vor dem Einschlafen noch einmal das sichere Gefühl vermittelt, dass es sich geborgen fühlen kann. Ein solches Einschlafritual kann - je nach Alter und Vorlieben - unterschiedlich aussehen: eine Geschichte erzählen oder vorlesen, singen, über die Eindrücke des Tages reden, und schließlich ein Gute-Nacht-Kuss. Wichtig ist, das abendliche Einschlafritual möglichst immer in ähnlicher Form ablaufen zu lassen - das gibt Ihrem Kind Sicherheit und das Gefühl, dass alles seine Ordnung hat. Natürlich können Sie, wenn Ihr Kind es möchte, abwechselnd lesen, singen oder reden, aber achten Sie darauf, dass das Ritual nicht mit der Zeit immer länger wird.

Ein klarer Schlafplatz schafft Verlässlichkeit

Kinder schlafen besser ein und durch, wenn ihnen ihr Schlafplatz vertraut ist und sie sich dort geborgen fühlen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Kinder immer im gleichen Bett schlafen (außer man ist verreist) und dort auch die ganze Nacht verbringen. Die meisten Kinder wachen nachts mehrmals kurz auf. Ist ihnen dann die Umgebung vertraut, fühlen sie sich sicher und schlafen meist beruhigt wieder ein.

Ob Ihr Kind nach dem ersten Lebensjahr in seinem eigenen Bettchen im Kinderzimmer oder im Familienbett schläft, ist letztlich zweitrangig. Diese Entscheidung hängt von Ihrem Kind und Ihren eigenen Bedürfnissen ab. Die meisten Kinder fühlen sich in ihrem eigenen Bettchen gut aufgehoben, manche möchten aber auch nachts bei ihren Eltern sein. Ebenso genießen es manche Eltern, wenn nachts alle in einem Bett schlafen, andere dagegen bringt es um ihren Schlaf. Wie auch immer Sie es handhaben – wichtig ist, dass der Schlafplatz für Ihr Kind klar ist und sich die ganze Familie wohl fühlt und zu ihrem Schlaf kommt. (Stand: 31.07.2015)

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